Konjunktur
US-Notenbank signalisiert steigende Inflationsgefahren

dpa-afx WASHINGTON. Die US-Notenbank hat in ihren am Dienstag veröffentlichten Minutes steigende Inflationsgefahren und höhere Leitzinsen signalisiert. Die Mitglieder des geldpolitischen Ausschuss der US-Notenbank erhöhten ihre Inflationsprognose für 2005 und ihre Prognose für die Kerninflationsrate (ohne Energie und Lebensmittel) im Jahr 2006, heißt es in den am Dienstag veröffentlichten Protokoll (Minutes) zur Sitzung vom 20. September. Genaue Daten wurden jedoch nicht veröffentlicht.

Ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum für die letzten Monate des Jahres 2005 senkte die US-Notenbank wegen den Schäden durch den Hurrikan "Katrina". Im Jahr 2006 dürfte angesichts der Wiederaufbaumaßnahmen jedoch das Wirtschaftswachstum sich wieder beschleunigen. Es gebe jedoch eine "bedeutende Unsicherheit", die kurzfristig die Konjunkturindikatoren in den kommenden Monaten belasten dürfte. Im Jahr 2007 dürfte die Produktion dann wieder ein Niveau erreichen, wie sie es auch ohne den Wirbelsturm erreicht hätte.

Die US-Notenbank hatte damals ihren Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 3,75 Prozent erhöht. Eine Aussetzung der Zinserhöhungen hätte den Finanzmärkten signalisiert, dass die Notenbank stärker über das Wachstum und weniger über die Inflation besorgt sei, heißt es im Protokoll. Die Mehrheit der Mitglieder glaubt jedoch nicht, dass das Langfristwachstum durch den "Hurrikan" belastet werde.

Die wirtschaftliche Aktivität in den USA werde weiter durch die geldpolitische Anpassung und das robuste Produktivitätswachstum gestützt, erwartet die Notenbank. Auch wenn die Energiepreise den Inflationsdruck erhöhten, blieben die Risiken für Inflation und Wirtschaftswachstum im Wesentlichen ausgeglichen. Einige Mitglieder wollten jedoch einem gewissen Gefühl Ausdruck verleihen, das bereits in einem bedeutenden Umfang eine geldpolitische Anpassung erfolgt sei.

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