US-Wirtschaft wächst im 3. Quartal um 8,2 %
US-Wirtschaft wächst im Rekordtempo

Der höchste BIP-Anstieg seit 1983 und steigende Konsumausgaben beflügeln die US-Wirtschaft, so dass die Wirtschaft nach Ansicht von Experten auch im kommenden Jahr auf Wachstumskurs bleiben wird.

WASHINGTON. Die US-Wirtschaft hat im drittem Quartal deutlich Fahrt aufgenommen. Sie wuchs auf hochgerechneter Jahresbasis um 8,2 %. Dies ergab die endgültige Berechnung des Handelsministeriums, die am Dienstag in Washington veröffentlicht wurde. Damit wurde die Prognose bestätigt, die das Handelsministerium im Vormonat abgegeben hatte. Im 2. Quartal hatte die Wirtschaft ein Wachstum von 3,1 %. Mit dem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von annualisiert 8,2 % verzeichnete die US-Wirtschaft die beste Quartalsentwicklung seit dem Schlussvierteljahr 1983. Inflationsbereinigt betrug das Bruttoinlandsprodukt auf hochgerechneter Jahresbasis 10,49 Bill. Dollar. Die Ausgaben der US-Verbraucher haben sich verglichen mit November um 0,4 % erhöht. Der private Verbrauch, der zwei Drittel zum US-BIP beisteuerte, blieb damit der wichtigste Wachstumsfaktor.

Nach Einschätzungen der Wirtschaftsagentur Bloomberg deuten erste Zahlen für das letzte Quartal weiter auf wachsenden Bedarf und steigende Profite, die die Unternehmen dazu veranlasste, ihre Bestände aufzustocken und die Produktion weiter anzufahren. Damit werde die Wirtschaft auch im kommenden Jahr auf Wachstumskurs bleiben.

Saddam-Festnahme hebt Stimmung der US-Verbraucher

Die Festnahme des früheren irakischen Präsidenten Saddam Hussein hat sich positiv auf das Konsumklima in den USA ausgewirkt. Der von der Universität Michigan am Dienstag vorgelegte Index zum Verbrauchervertrauen ging im Dezember nicht so stark zurück wie von Volkswirten erwartet. Analysten zufolge hat sich nach der Gefangennahme Saddams Mitte des Monats die Stimmung wohl etwas aufgehellt. Auch an den Aktienmärkten hatten Hoffnungen auf eine Beruhigung der angespannten Lage im Irak die Kurse nach oben getrieben.

Der Verbrauchsvertrauens-Index der Universität Michigan fiel nach endgültigen Berechnungen im Dezember auf 92,6 (November 93,7) Punkte, wie aus New Yorker Finanzkreisen verlautete. Von Reuters befragte Volkswirte hatten im Schnitt mit einem stärkeren Rückgang auf 91,0 Zähler gerechnet. Der Index gilt als wichtiges Konjunkturbarometer, das die Stimmung und das Kaufverhalten der US-Verbraucher im Voraus anzeigt. Die Konsumausgaben machen rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung der USA aus.

Im November legten die Konsumausgaben zum Vormonat um 0,4 Prozent zu, wie aus einem anderen Bericht des Handelsministeriums hervorgeht. Demnach stiegen die persönlichen Einkommen um 0,5 Prozent. „Je schneller die Einkommen steigen, desto besser werden die Ausgaben sein“, sagte Volkswirt David Durant von Bank Julius Baer in New York.

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