USA
Industrieproduktion wächst schneller als erwartet

Die US-Konjunktur ist weiter aus Erholungskurs: Industrieproduktion und Erzeugerpreise sind im November stärker als erwartet. Gleichzeitig trübten sich die Geschäftsaussichten des verarbeitenden Gewerbes im Bundesstaat New York aber deutlich ein. Im Oktober haben die USA außerdem einen Abfluss an ausländischem Kapital hinnehmen müssen.
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HB WASHINGTON/NEW YORK. In den USA ist die Industrieproduktion im November stärker als erwartet gestiegen. Auf Monatssicht sei die Produktion um 0,8 Prozent geklettert, teilte die US-Notenbank am Dienstag in Washington mit. Volkswirte hatten mit einem Zuwachs von 0,5 Prozent gerechnet. Im Vormonat war die Produktion nach revidierten Daten unverändert (zunächst +0,1%) geblieben. Die Produktion lag im November 5,1 Prozent unter ihrem Vorjahreswert.

Die Kapazitätsauslastung erhöhte sich im November von 70,6 Prozent im Vormonat auf 71,3 Prozent. Volkswirte hatten mit 71,1 Prozent gerechnet.

Gleichzeitig trübten sich die Geschäftsaussichten des verarbeitenden Gewerbes im US-Bundesstaat New York allerding im Dezember deutlich ein. Der Empire-State-Index sei von 23,5 Punkten im Vormonat auf 2,55 Punkte gesunken, teilte die regionale Vertretung der US-Notenbank am Dienstag in New York mit. Das war der stärkste Rückgang seit Beginn der Erhebungen. Im Vormonat war der Index bereits kräftig zurückgegangen.

Der Empire-State-Index misst die Geschäftstätigkeit des produzierenden Gewerbes im Staat New York. Ein Indexstand über Null deutet einen Ausweitung der Aktivität an.

Erzeugerpreise wachsen kräftig

Die US-Erzeugerpreise sind indes im November deutlich stärker als erwartet gestiegen. Sie seien zum Vormonat um 1,8 Prozent geklettert, teilte das US-Arbeitsministerium am Dienstag in Washington mit. Volkswirte hatten mit einem Anstieg um lediglich 0,8 Prozent gerechnet.

Ohne Berücksichtigung von Lebensmitteln und Energie (Kernindex) stiegen die Erzeugerpreise um 0,5 Prozent zum Vormonat. Hier hatten die Experten ein Plus von 0,2 Prozent erwartet.

Die Erzeugerpreise beeinflussen die allgemeine Teuerung zwar nicht direkt, schlagen aber erfahrungsgemäß mit einiger Verzögerung teilweise auf die Verbraucherpreise durch.

USA mit Kapitalabfluss im Oktober

Die USA haben im Oktober einen Abfluss an ausländischem Kapital hinnehmen müssen. Per Saldo hätten ausländische Investoren 13,9 Mrd. Dollar aus den USA abgezogen, teilte das Finanzministerium am Dienstag in Washington mit. Zudem wurde der Zufluss vom Vormonat leicht nach unten revidiert. Er lag bei 127,6 Mrd. Dollar, nachdem zunächst 133,5 Mrd. Dollar angegeben wurden.

Die langfristigen Nettokapitalzuflüsse halbierten sich im Oktober fast. Sie lagen bei 20, sieben Mrd. Dollar, nach 40,7 Mrd. Dollar im Vormonat. Die USA benötigen einen hohen Zufluss an Kapital, um ihr Defizit in der Leistungsbilanz zu finanzieren.

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