USA
Jobwachstum in den USA hält an

Die Arbeitsplätze in den USA vermehren sich. Auswirkungen auf die Arbeitslosenquote hatte das bisher nicht. Den Euro aber haben die Arbeitsmarktdaten auf den tiefsten Stand seit Ende Mai gedrückt.
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WashingtonDie US-Wirtschaft hat im Juni deutlich mehr neue Stellen geschaffen als erwartet. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg um 195.000, wie das Arbeitsministerium am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit 165.000 gerechnet. Zudem wurden im April und Mai zusammen rund 70.000 mehr neue Jobs geschaffen als zunächst ermittelt.

Die Arbeitslosenquote selbst blieb aber wie im Vormonat bei 7,6 Prozent. Sie liegt damit noch deutlich über dem Schnitt der vergangenen 60 Jahre von rund sechs Prozent. Nachträglich nach oben korrigiert wurden die Werte für April und Mai. Demnach wurden in beiden Monaten insgesamt 70.000 Stellen mehr geschaffen als bisher angenommen.

„Die Zahlen sind erfreulich und untermauern die Erwartungen, dass sich die US-Notenbank im Verlauf des Herbstes von den Anleihekäufen zurückzieht“, kommentierten die Analysten der Helaba

Die Finanzmärkte weltweit reagierten zunächst positiv auf die überraschend guten Daten. Der US-Arbeitsmarkt gilt derzeit als größtes Hindernis für ein stärkeres Wachstum und steht im Fokus der US-Notenbank Fed. Deren Chef Ben Bernanke hatte jüngst in Aussicht gestellt, die Währungshüter könnten ihren konjunkturstützenden Kurs der Geldpolitik noch in diesem Jahr verlassen und ihre milliardenschweren monatlichen Anleihekäufe bis Mitte 2014 beenden.

Die überraschend positiven US-Arbeitsmarktdaten haben den Euro am Freitag auf den tiefsten Stand seit Ende Mai gedrückt. Die Gemeinschaftswährung rutschte auf 1,2812 Dollar ab nach 1,2885 Dollar vor der Veröffentlichung. Im Gegenzug stieg der Dollar-Index, der den Wechselkurs zum Euro und anderen wichtigen Währungen widerspiegelt, auf ein Drei-Jahres-Hoch von 84,53 Punkten.

An den Aktienmärkten ging der Dax auf Zick-Zack-Kurs. Nachdem er einen Teil seiner Verluste wettgemacht hatte, lag er anschließend erneut 0,6 Prozent im Minus bei 7951 Punkten. Die Terminkontrakte auf die US-Indizes deuteten hingegen auf eine stärkere Eröffnung an der Wall Street hin. Am Anleihemarkt drehte der Bund-Future ins Minus und verlor 70 Ticks auf 141,59 Punkte.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " USA: Jobwachstum in den USA hält an"

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  • So wie ich den Arbeitsmarktbericht lese bestehen die neuen Stellen hauptsächlich aus Teilzeitstellen, ein Nebeneffekt der Obamacare.U-6 unemployment ist sogar gestiegen. Hauptsache der Finanzmarkt ist zufrieden.

    http://globaleconomicanalysis.blogspot.com/2013/07/establishment-survey-jobs-195k.html

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