USA
Konjunkturerholung im Stand-By-Betrieb

Die US-Konjunktur erholt sich leicht: Der Sammelindex der Frühindikatoren ist im Oktober stärker gestiegen als erwartet. Doch die drohende „Fiskalklippe“ könnte die USA zum Jahresende dennoch in die Rezession ziehen.
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New York/WashingtonKleiner Lichtblick für die US-Konjunktur: Der Sammelindex der Frühindikatoren ist im Oktober etwas stärker als erwartet gestiegen. Er legte um 0,2 Prozent zu, wie das private Forschungsinstitut Conference Board am Mittwoch in Washington mitteilte. Volkswirte hatten lediglich einen Anstieg um 0,1 Prozent vorausgesagt. Im Monatsvergleich lag der Oktober aber deutlich hinter dem Vormonat. Im September war der Index um revidierte 0,5 Prozentpunkte gestiegen.

Unter anderem hat Wirbelsturm „Sandy“ Spuren in der größten Volkswirtschaft der Welt hinterlassen. „Dem gegenwärtigem Trend nach wird die Wirtschaft moderat in den ersten Monaten des Jahres 2013 wachsen“, sagte der Ökonom Ken Goldstein vom Conference Board. „Die Auswirkungen von Hurrikan Sandy, die der Index noch nicht ganz wiedergibt, werden die Konsumlaune und das Baugewerbe kurzfristig beeinflussen.“ Es sei jedoch zu früh zu sagen, in welchem Ausmaß.

In den vergangenen Wochen beantragten so viele Amerikaner Arbeitslosenhilfe wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr. Nach Informationen des Arbeitsministeriums in Washington lagen die Neuanträge auf Unterstützung am Mittwoch mit 410.000 trotz eines leichten Rückgangs im Vergleich zur Vorwoche immer noch überdurchschnittlich hoch.

Die Stimmung der US-Konsumenten bleibt aber angespannt. Der Index für das Verbrauchervertrauen im November stieg nach endgültigen Berechnungen nur minimal um 0,1 auf 82,7 Punkte, teilten Thomson Reuters und die Universität Michigan am Mittwoch zu ihrer Umfrage mit. In der vorläufigen Schätzung waren noch 84,9 Zähler ermittelt worden.

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Angst vor der Fiskalklippe

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