USA
US-Konjunkturdaten überwiegend positiv

Zwar ist in den USA die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend gestiegen. Die Gesamtzahl der Arbeitslosen ist hingegen gesunken. Auch andere US-Indikatoren fielen deutlich besser aus als erwartet. Doch Zweifel über Nachhaltigkeit der Erholung bleiben.

HB NEW YORK. In den USA mehren sich die Anzeichen für eine wirtschaftliche Trendwende. Sowohl Arbeitsmarkt und Industrie als auch Frühindikatoren für die Gesamtwirtschaft gaben am Donnerstag Anlass für Hoffnung, dass sich die schwerste Rezession seit Jahrzehnten ihrem Ende zuneigt. Ökonomen äußerten jedoch bereits die Befürchtung, dass es nach einer kurzfristigen Besserung noch einmal mit der weltgrößten Volkswirtschaft bergab gehen könnte.

Überraschend ging in der vergangenen Woche erstmals seit Jahresanfang die Zahl derer zurück, die zum wiederholten Mal Arbeitslosenhilfe beantragen - und zwar so stark wie seit November 2001 nicht mehr. Die Zahl der erneuerten Anträge schrumpfte um 148 000 auf 6,69 Millionen, obwohl die Zahl der Erstanträge noch einmal etwas anzog.

Auch die Geschäfte im Verarbeitenden Gewerbe in einer Schlüsselregion der US-Wirtschaft laufen derzeit weit besser als erwartet: Der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank von Philadelphia sprang um rund 20 Punkte auf minus 2,2 Punkte. Damit schaffte es der Index fast über die Wachstumsschwelle von null Punkten und erreichte den höchsten Stand seit September 2008, als mit dem Zusammenbruch von Lehman Brothers die weltweite Finanzkrise eskalierte. Zusätzliches Futter erhielten die Optimisten von den Frühindikatoren des Conference Board, die den größten Anstieg seit fünf Jahren verbuchten.

Volkswirte sind sich mittlerweile einig darüber, dass die Rezession in den USA derzeit an Schärfe verliert. „Wenn man sich die Zahlen anschaut, steht eine Verbesserung außer Frage“, sagte Investment-Experte Bill Schultz von McQueen, Ball & Associates. Die Frage sei jedoch, ob die Indikatoren bereits eine Rückkehr zu Wachstum signalisieren oder lediglich eine Abschwächung der Rezession. An den Aktienmärkten sorgten die Daten beiderseits des Atlantiks für Kursgewinne. Auch unter den Börsianern ging jedoch weiter die Angst um, dass nach einer vorübergehenden konjunkturellen Verbesserung bereits die nächste Rezession lauern könnte.

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