USA
Weniger Arbeitslose und mehr privater Konsum

Gute und mäßige Konjunkturdaten aus den USA: Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist unerwartet stark gefallen und die Verbraucher zeigen sich wieder spendabler. Auch das US-Verbrauchervertrauen verbessert sich leicht. Doch der Auftragseingang bei langlebigen Gütern sank überraschend.
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HB WASHINGTON/NEW YORK. In der Woche zum 21. November seien die Anträge auf 466.000 von revidiert 501 000 in der Vorwoche zurückgegangen, teilte das US-Arbeitsministerium am Mittwoch mit. Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit 500 000 Erstanträgen gerechnet.

Trotz Finanz- und Wirtschaftskrise zeigten sich die US-Verbraucher wieder spendabler. Sie steigerten ihre Ausgaben im Oktober unerwartet stark. Die Konsumausgaben kletterten um 0,7 Prozent in die Höhe, wie das Handelsministerium in Washington am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten lediglich plus 0,5 Prozent erwartet. Im Vormonat gab der Verbrauch nach revidierten Daten um 0,6 Prozent nach.

Zugute kamen den US-Verbrauchern dabei steigende Einkommen; das Plus lag hier bei 0,2 Prozent. Die Sparquote lag bei 4,4 Prozent und damit etwas niedriger als im September. Der Verbraucherpreisindex PCE stieg im Oktober um 0,3 Prozent zum Vormonat. Der Kernindex ohne Lebensmittel und Energie erhöhte sich um 0,2 Prozent. Auf Jahressicht lagen die Raten bei 0,2 Prozent (Gesamt) und 1,4 Prozent (Kern).

Die Auftragseingänge für langlebige Güter sanken im Oktober überraschend. Auf Monatssicht seien die Aufträge um 0,6 Prozent zurückgegangen, teilte das Handelsministerium am Mittwoch in Washington mit. Volkswirte hatten hingegen mit einem Plus von 0,5 Prozent gerechnet. Im Vormonat hatten sich die Auftragseingänge um revidierte 2,0 Prozent erhöht. Die Erstschätzung belief sich auf ein Plus von 1,4 Prozent.

Ohne Berücksichtigung der schwankungsanfälligen Transportgüter sanken die Auftragseingänge im Oktober um 1,3 Prozent. Volkswirte hatten einen Anstieg um 0,6 Prozent erwartet. Im Vormonat waren die Aufträge um revidierte 1,8 Prozent gestiegen.

Verbrauchervertrauen verbessert

Das Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes hat sich Ende November leicht verbessert. Der entsprechende Index von Reuters und der Universität Michigan stieg nach endgültigen Berechnungen bis Ende November vom Mittwoch auf 67,4 Punkte nach 66,0 Zählern in der ersten Monatshälfte. Volkswirte hatten im Schnitt mit 67,0 Punkten gerechnet. Verglichen mit Oktober trübte sich die Stimmung jedoch ein: Damals wurde noch ein Stand von 70,6 Zählern erreicht. „Der Rückgang des Verbrauchervertrauens ist auf die düsteren Aussichten für die privaten Finanzen zurückzuführen“, sagte Umfrage-Experte Richard Curtin.

Der von Anlegern und Volkswirten stark beachtete Index gilt als wichtiges Konjunkturbarometer, das die Stimmung und das Kaufverhalten der US-Verbraucher im Voraus anzeigt.

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