Verband rechnet mit steigendem Dollar: Exportbranche senkt Wachstumsprognose

Verband rechnet mit steigendem Dollar
Exportbranche senkt Wachstumsprognose

Die deutsche Exportbranche rechnet für das laufende Jahr mit einem Außenhandelswachstum von sechs Prozent. Den Ausfuhren in Höhe von 777,5 Milliarden Euro stehen laut Prognose des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA) 2005 Einfuhren von 606,3 Milliarden Euro gegenüber.

HB BERLIN. Bislang hatte der Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA) nur einen Zuwachs von rund fünf Prozent erwartet. Dagegen schraubte Börner die Prognose für das Wirtschaftswachstum auf nur noch rund ein Prozent von 1,25 Prozent zurück. „Ich möchte betonen, dass ohne die Lokomotivfunktion des Außenhandels das BIP in Deutschland an der Schwelle zur Rezession stehen würde“, sagte Börner laut Redetext. Der Euro werde seiner Einschätzung nach in der zweiten Jahreshälfte über 1,35 Dollar steigen. Der BGA erwarte zwar keinen Kollaps des Dollar, rate aber den Firmen, sich auf dem jetzigen Niveau abzusichern.

Während vor allem die weiter robuste Wirtschaft in den USA und China den deutschen Außenhandel auch 2005 beflügeln werde, bleibe die Binnenkonjunktur leblos. Auch die meisten Analysten gehen wie die Bundesbank und der Internationale Währungsfonds (IWF) inzwischen von einem Wachstum von allenfalls noch einem Prozent aus. Die Bundesregierung rechnet dagegen weiter mit einem BIP-Zuwachs von 1,6 Prozent.

Börner sprach sich für weitere Reformen vor allem auf dem Arbeitsmarkt aus. Scharf kritisierte der BGA-Chef das von der Regierung geplante Anti-Diskriminierungsgesetz. Zudem betonte Börner, die laufende Welthandelsrunde müsse erfolgreich abgeschlossen werden: „Es droht sonst ein Rückfall in Protektionismus und Regionalismus mit der Folge von bilateralen Freihandelsabkommen“. Die Exportwirtschaft unterstütze auch die EU-Kommission darin, Hindernisse für die Niederlassungsfreiheit von Dienstleistern und für den freien Dienstleistungsverkehr zu beseitigen. „Die Erfolgsgeschichte, die wir bei der Liberalisierung des Warenverkehrs erlebt haben, können wir nun bei den Dienstleistern wiederholen.“

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