Verbraucherpreise
Inflation in der Euro-Zone knapp unter kritischer Marke

In Deutschland stieg die Inflation zuletzt auf den höchsten Stand seit Ende 2008, in der Euro-Zone stagniert die Teuerung – knapp unter der kritischen Marke von zwei Prozent.
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HB BRüSSEL. Die Verbraucherpreise in der Euro-Zone zogen im November wie schon im Oktober um 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat an, wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag nach vorläufigen Berechnungen mitteilte. Experten hatten mit einer Inflationsrate in dieser Höhe gerechnet.

Damit herrscht nach Definition der Europäischen Zentralbank weiter Preisstabilität. Diese sieht die EZB mittelfristig bei Teuerungsraten von knapp unter zwei Prozent gewährleistet. In Deutschland liegt die Teuerungsrate für den europäischen Vergleich noch deutlicher unter dieser Schwelle.

Teurere Energie und Lebensmittel haben die Lebenshaltungskosten in Deutschland so stark in die Höhe getrieben wie seit Oktober 2008 nicht mehr. Die Verbraucherpreise stiegen um 1,5 Prozent verglichen mit dem Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Freitag auf Basis der Daten aus sechs Bundesländern mitteilte. Zuletzt war die Inflation vor zwei Jahren höher: Damals lag sie bei 2,5 Prozent. Experten hatten nicht mit einem derart kräftigen Anstieg der Teuerungsrate gerechnet.

„Wie in den Vormonaten wird die Teuerungsrate maßgeblich durch die starken Preiserhöhungen bei leichtem Heizöl und Kraftstoffen sowie bei Obst und Gemüse bestimmt“, schrieben die Statistiker. Heizöl kostete etwa ein Fünftel mehr als im November 2009. Saisonabhängige Nahrungsmittel verteuerten sich in Hessen um knapp 15 Prozent. Besonders für frisches Grün mussten die Verbraucher tief in die Tasche greifen: Gurken kosteten in Nordrhein-Westfalen ganze 80 Prozent mehr als vor einem Jahr, Salate verteuerten sich um mehr als 40 Prozent. Doch auch für Bekleidung und Schuhe oder den Besuch in einer Gaststätte wurden die Kunden stärker zur Kasse gebeten als im Vorjahr.

Verglichen mit dem Oktober lag die Teuerung bei 0,1 Prozent und damit ebenfalls über den Erwartungen der Analysten. Auch hier schlugen Heizöl und andere Energieträger sowie Lebensmittel stärker zu Buche. Experten gehen davon aus, dass der Preisdruck in den nächsten Monaten weiter zunehmen dürfte. „Wir haben ein recht ordentliches konjunkturelles Umfeld mit steigender Binnennachfrage und möglicherweise Einkommenszuwächsen“, sagte Stephan Rieke von der BHF-Bank. „Das ist natürlich geeignet dafür, die Inflationsraten weiter anziehen zu lassen.“ Fachleute gehen davon aus, dass die Teuerung 2011 bei knapp unter zwei Prozent liegt und damit bei dem Wert, bei dem die Europäische Zentralbank (EZB) Preisstabilität gewährleistet sieht.

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  • Wir dürfen davon ausgehen, dass alle "Horror-Szenarien" Realität werden.
    Stagflation, Demographie, Abkehr von Staat und Politik, Klimawandel und Migration.
    Es wird in jedem Falle spannend.


  • Der Propagandaminister sagt trotz bombenterror,das Geschäft Konsum Weinnachtsmarkt brummt die Wirtschaft kommt nicht hinterher mit den befriedung ihrer Kunden,die Arbeitslosen werden knapp und Angebot/Nachfrage treiben die Lohnkosten in die höhe.Weisse weiss auch nicht mehr weiter und setzt sich in der bundeswehr dafür ein Leute dort zu rekrutieren und von der Leyen wirb um Ausländische Fachkräfte.egal wie ihr verarscht in den bankbilanzen liegen soviel leichen,da ist nichts zu retten,und die Segnungen des spekulativen Kapitalismus sind noch lange nicht zu 100% der öffentlichkeit bekannt,dieses Ausmass ist die eigentliche bombe.Einen Tipp für den Weihnachtsmann,bitte nimm ein duchsichtigen Sack,nicht das er ausversehen für eine Riesenüberraschung gehalten wird.Schreib rauf,Kopfpauschale und die Schuldenlast jedes einzenen bundesbürgers,das Fest soll gelingen.Wenn dann die feierlichkeiten so vorrüber sind wird uns die freude bereitet mal irgendwann mit den abtragen der Schuldenlast zu beginnen,aber erst wenn nichts mehr geht und der letzte begriffen hat.uns gings mal gut.

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