Verbraucherpreise
Inflationsrate steigt im Mai auf drei Prozent

Die hohen Energiekosten haben die Inflationsrate in Deutschland im Mai auf 3 Prozent getrieben. Die Statistiker bestätigten den Trend an Tankstellen: Preisunterschiede zwischen Benzin und Diesel gibt es praktisch nicht mehr.

HB WIESBADEN. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, stieg damit der Verbraucherpreisindex im Vergleich zum April um 0,6 Punkte. Allerdings ist die Rate kein Höchststand in diesem Jahr. Im März lag sie sogar bei 3,1 Prozent.

Obwohl Energie in Privathaushalten weniger als 10 Prozent der Kosten ausmacht, sorgt vor allem der steigende Rohölpreis für die hohe Inflationsrate. Kraftstoffe verteuerten sich etwa um 12,3 Prozent und besonders Diesel um 26,4 Prozent. Damit bestätigten die Statistiker den Trend an Tankstellen: Preisunterschiede zwischen Benzin und Diesel gibt es praktisch nicht mehr.

Leichtes Heizöl wurde im Jahresvergleich sogar um 57,4 Prozent teurer. Das war der zweithöchste Zuwachs in der Geschichte. Nur im Oktober 2000 war die Teuerung mit 63,1 Prozent noch höher. Auch die Preise für Strom (plus 7,4 Prozent) und Gas (plus 4,7 Prozent) zogen im Mai deutlich an.

Ohne Energie hätte die Inflationsrate nur bei 1,9 Prozent gelegen. Damit wäre nach Definition der Europäischen Zentralbank der Wert des Euros stabil.

Mehr Geld mussten Verbraucher im Jahresvergleich auch für Nahrungsmittel bezahlen und dabei besonders für Molkereiprodukte und Eier. Allerdings blieben im Vergleich zum April die Preise stabil.

Milchprodukte und Eier verbilligten sich sogar um 3,9 Prozent. H-Milch kostete 9,9 Prozent weniger, Speisequark und frische Vollmilch um 9,5 Prozent. Die Preise für Brot und Getreideerzeugnisse bewegten sich kaum. Dagegen verteuerten sich saisonbedingt einige Gemüsesorten. Die Preise für Salat zogen im Durchschnitt um 41 Prozent an, für Paprika um 26,1 und für Kartoffeln um 4 Prozent.

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