Verbraucherpreise
Teuerung in den USA schwächt sich ab

Der Preisauftrieb in den USA hat sich im April abgeschwächt. Die Zahlen verringern den Druck auf die Federal Reserve, die Zinsen wieder anzuheben.

HB WASHINGTON. Die Verbraucherpreise stiegen im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozent und damit etwas weniger stark als von Analysten erwartet, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Im März waren sie um 0,3 Prozent gestiegen. Rechnet man die stark schwankenden Bereiche Lebensmittel und Energie heraus, ergibt sich für April ein Preisanstieg von 0,1 Prozent.

Grund für den geringeren Anstieg waren stagnierende Preise für Energieträger, die sich im März noch um 1,9 Prozent verteuert hatten. Die Treibstoffpreise gingen um zwei Prozent zurück. Für eine Entwarnung ist es aber noch zu früh: Der Preis für Rohöl hatte zuletzt fast täglich neue Rekordmarken erreicht. Das dürfte sich auch an den Tankstellen bemerkbar machen.

An der Börse in Frankfurt wurden die Daten positiv aufgenommen. Der deutsche Leitindex Dax drehte daraufhin ins Plus.

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Die Daten dürften auch bei den Verantwortlichen in der US-Notenbank Fed für ein gewisses Durchatmen sorgen, sagte Postbank-Analyst Heinrich Bayer. „Das erlaubt es der Fed, das zu tun, was sie als nötig erachtet, um das Wachstum in diesem Jahr anzukurbeln“, sagte David Watt von RBC Capital Markets. Auf Jahressicht lag die Inflation bei 3,9 Prozent, in der Kernrate waren es noch 2,3 Prozent.

Am großen Bild habe sich aber nichts geändert; weiterhin seien Energie und Nahrungsmittel Preistreiber, sagte Bayer. Auch das Risiko, dass die Kerninflation wieder anziehe, sei nicht gebannt. Zuletzt hatten die Notenbanker vermehrt die Inflationsrisiken betont. Seit Mitte September hat die Fed den Leitzins um insgesamt 325 Basispunkte auf zwei Prozent gesenkt, um die von der Hypothekenkrise in Mitleidenschaft gezogene US-Wirtschaft anzukurbeln.

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