Verbrauchervertrauen
Die Stimmung in den USA ist überraschend gut

Das Vertrauen der Verbraucher ist überraschend stark auf den höchsten Wert seit April 2011 gestiegen. Die Schwächephase scheint damit überwunden. Doch von einer langfristigen Trendwende wollen Experten noch nicht reden.
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WashingtonDas Verbrauchervertrauen in den USA hat sich im Dezember überraschend deutlich aufgehellt. Der Index stieg auf 64,5 Punkte von revidiert 55,2 Zählern im November, wie das Forschungsinstitut Conference Board am Dienstag mitteilte. Es ist der höchste Wert seit April, nachdem das Barometer im Oktober noch auf den niedrigsten Stand seit rund zweieinhalb Jahren gefallen war. Analysten hatten im Schnitt für Dezember nur mit 58,3 Punkten gerechnet.

„Die Verbraucher sind optimistischer, dass die Geschäftslage, die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt sowie ihre finanzielle Situation weiterhin besser werden“, meinte Lynn Franco vom Conference Board. Zwar habe sich die Stimmung zum Jahresende zum Besseren gedreht, es sei aber noch zu früh, um von einer langfristigen Trendwende zu sprechen.
Nigel Gault, Chefökonom von IHS Global Insight Inc. in Lexington, Massachusetts sagte der Nachrichtenagentur Bloomberg: „Die Verbraucher erfahren derzeit eine Kombination aus anziehenden Kursen am Aktienmarkt, einer Aufhellung bei der Arbeitslosenlage und zugleich niedrigere Benzinpreise.“ Absolut gesehen handele es sich aber immer noch um einen niedrigen Vertrauenswert.

Die Stimmung der Verbraucher gilt als zentraler Indikator für die Konsumausgaben, die etwa zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung ausmachen. Derzeit gilt der schwache Arbeitsmarkt als Haupthindernis für ein stärkeres Wachstum der US-Wirtschaft. Zuletzt gab es jedoch vereinzelt Lichtblicke bei der Beschäftigung.

Der Eurokurs reagierte kaum auf die überraschend guten Daten. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am späten Nachmittag mit 1,3065 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,3069 (Freitag: 1,3057) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7652 (0,7659) Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Hier die harten Zahlen:

    Die saisonbereinigte Erwerbsquote (Civilian Participation Rate) aus Civilian Labor Force Level (Arbeitskräfte, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen) und dem Civilian Noninstitutional Population Level (arbeitsfähige Gesamtbevölkerung ab 16 Jahre) sank im November 2011 auf 64,0% und liegt damit nur um +0,1 Prozentpunkte über dem langfristigen Tief von Juli 2011. Bei der unbereinigten Erwerbsquote wurde mit 63,9% im November 2011 sogar das bisherige Tief erreicht.
    (...)

    Die Zahl der saisonbereinigten, dem Arbeitsmarkt nicht zu Verfügung stehenden Arbeitskräfte, Erwachsene ab 16 Jahre (Not in Labor Force) seit Januar 1990 im Chart! Im November 2011 wurde ein neues Allzeithoch mit 86,558 Millionen Arbeitskräften erzielt, die dem Arbeitsmarkt angeblich nicht zur Verfügung standen, ein Anstieg von +487’000 zum Vormonat und von +1,793 Millionen zum Vorjahresmonat! Not in Labor Force ist das Wachstumssegment im US-Arbeitsmarktbericht und dient eindeutig zur Verschleierung der wahren Situation am US-Arbeitsmarkt!

    usw. usf.

    Quelle obiger Zitate mit Charts zu den statistischen Daten:
    http://www.querschuesse.de/orwellscher-us-arbeitsmarktbericht/

  • Die Stimmung in den USA ist überraschend gut.... ja, und morgen ist sie wieder im Keller. Solche Berichte kann man doch schon lange nicht mehr ernst nehmen. Man müßte wenigstens jedesmal erwähnen, wen man denn da fragt.

  • Die Stimmung in den USA ist überraschend gut....
    ja, und nächste Woche ist die Stimmung wieder im Keller. Solche Berichte kann man doch schon lange nicht mehr ernst nehmen. Um einigermaßen aussagekräftig zu sein, müßte man jedesmal wenigstens angeben, wen man da befragt.

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