Verteuerung bei Erdgas und Stahl: Deutsche Erzeugerpreise stark gestiegen

Verteuerung bei Erdgas und Stahl
Deutsche Erzeugerpreise stark gestiegen

Dank teuerem Erdgas und Stahl sind die deutsche Erzeugerpreise im Januar so stark gestiegen wie seit dreieinhalb Jahren nicht mehr. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte, seien die an die Hersteller gewerblicher Produkte gezahlten Preise im Schnitt um 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen.

HB WIESBADEN. Damit lagen die Erzeugerpreise 0,8 Prozent über dem Niveau vom Dezember. Analysten hatten nur mit einem Anstieg im Monatsvergleich um 0,2 Prozent und einer Jahresrate von 3,3 Prozent nach 2,9 Prozent im Dezember gerechnet. Für den spürbaren Anstieg der Erzeugerpreise sorgte vor allem die Verteuerung einiger Energieträger - insbesondere für Erdgas - sowie die anhaltenden Preissteigerungen bei Stahl, die sich auch zunehmend bei nachgelagerten Produkten bemerkbar machen.

Von Dezember auf Januar kletterten die Energiepreise um 2,8 Prozent und lagen damit um 7,3 Prozent über dem Vorjahr. Gas verteuerte sich sogar um gut sieben Prozent zum Vormonat und kostete deshalb fast elf Prozent mehr als im Januar 2004. „Diese Gaspreiserhöhungen waren allgemein erwartet worden, da in Deutschland die Gaspreise an die Dynamik der Heizölpreise gekoppelt sind und diesen mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung folgen“, erklärten die Statistiker. „Somit schlagen sich jetzt die im Laufe des Jahres 2004 zu beobachtenden Preissteigerungen bei leichtem Heizöl in der Gaspreisentwicklung nieder.“

Auch alle anderen Energieträger verteuerten sich deutlich: Steinkohle kostete 36 Prozent mehr als vor einem Jahr, Diesel elf Prozent mehr, leichtes Heizöl 27 Prozent. Nach Herausrechnen der Energiepreise kletterten die Erzeugerpreise im Vergleich zum Januar 2004 lediglich um drei Prozent.

Der zweitwichtigste Preistreiber war Stahl. Walzstahl insgesamt verteuerte sich gegenüber Dezember um gut drei Prozent und kostete somit 41 Prozent mehr als vor einem Jahr. Auch Produkte mit hohem Stahlanteil verteuerten sich deutlich: Drähte kosteten rund ein Drittel mehr als vor einem Jahr, Behälter und Rohre aus Eisen und Stahl gut ein Viertel, Dampfkessel fast neun Prozent.

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