Vertrauen der Verbraucher sinkt
Defizit der US-Handelsbilanz steigt stark

Überraschend stark ist das Defizit in der Handelsbilanz der USA im Juni gestiegen. Das Defizit stieg nach Angaben im Vergleich zum Vormonat um 6,1 Prozent auf 58,8 Milliarden US-Dollar (47,4 Mrd. Euro). Im August sank dafür das Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes.

HB WASHINGTON. Hintergrund sei, so US-Handelsministeriums vom Freitag in Washington, unter anderem das starke Wirtschaftswachstum in den USA, das die US-Unternehmen zu einem verstärkten Einkauf des derzeit besonders teuren Rohöls und von chinesischen Waren verleitet habe.

US-Wirtschaftsexperten hatten laut der Fachagentur Bloomberg mit einem geringeren Defizit gerechnet, zumal es seit dem Rekord-Handelsdefizit im Februar (60,1 Milliarden Dollar) im April und Mai deutlich geringere Defizite gegeben hatte.

Unterdessen verringerte sich das Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes im August nach vorläufigen Berechnungen der Universität Michigan stärker als erwartet.

Der entsprechende Index sank auf 92,7 Punkte von 96,5 Zählern im Juli, wie am Freitag aus New Yorker Finanzkreisen verlautete. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 96,0 gerechnet. Der von Anlegern und Volkswirten stark beachtete Index gilt als wichtiges Konjunkturbarometer, das die Stimmung und das Kaufverhalten der US-Verbraucher im Voraus anzeigt. Die Konsumausgaben machen rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung der USA aus.

Der Index der Erwartungen der Verbraucher betrug 81,3 Punkte. Der Index der gegenwärtigen Lage fiel auf 110,4 von 113,5 Zählern.

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