Viertes Quartal 2006: US-Wirtschaft lahmt, Einkaufsmangerindex enttäuscht

Viertes Quartal 2006
US-Wirtschaft lahmt, Einkaufsmangerindex enttäuscht

Die US-Wirtschaft hat zum Ende 2006 weniger an Fahrt zugelegt als von der Regierung ursprünglich erwartet. Danach wuchs das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2006 mit einer hochgerechneten Jahresrate von 2,2 Prozent. Auch der Konjunkturindex der Einkaufsmanager aus dem Großraum Chicago enttäuschte.

HB WASHINGTON. Die US-Wirtschaft ist Ende 2006 deutlich schwächer gewachsen als zunächst angenommen. Das Handelsministerium revidierte am Mittwoch seine Wachstumsschätzung für das vierte Quartal auf 2,2 Prozent kräftig nach unten.

Zunächst waren die Statistiker noch von einem Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 3,5 Prozent ausgegangen. Damit beschleunigte sich das Expansionstempo der weltgrößten Volkswirtschaft nur leicht von den 2,0 Prozent im dritten Vierteljahr. Die Revision fiel auch deutlicher aus als von Analysten im Schnitt erwartet. Für das Gesamtjahr senkte das Ministerium die Wachstumsschätzung leicht auf 3,3 Prozent (erste Schätzung 3,4 Prozent) nach 3,2 Prozent im Vorjahr.

Grund für das unerwartet langsame Wachstum waren schwächere Konsumausgaben und ein geringerer Lageraufbau der Unternehmen. Auch der Immobilienmarkt hatte einen bremsenden Einfluss. Die Ausgaben für neue Eigenheime sanken um mehr als 19 Prozent und damit so stark wie seit knapp 16 Jahren nicht mehr.

Auch der Konjunkturindex der Einkaufsmanager aus dem Großraum Chicago enttäuschte. Er sank im Februar überraschend auf den tiefsten Stand seit mehr als vier Jahren. Der an den Finanzmärkten viel beachtete Index fiel auf 47,9 von 48,8 Punkten im Januar. Das ist das geringste Niveau seit Oktober 2002. Volkswirte hatten 50,0 Punkte vorausgesagt.

Mit einem Wert unter 50 Zählern signalisiert das Barometer ein Schrumpfen im Verarbeitenden Gewerbe der für die US-Konjunktur wichtigen Region im Mittleren Westen. Der Preisindex schnellte auf 63,2 Punkte von 54,9 Zählern nach oben und zeigte damit einen kräftigeren Preisauftrieb an. phi/pez

»  Wie die Märkte auf die Daten reagieren

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