Viertes Quartal
US-Leistungsbilanzdefizit sinkt stärker als erwartet

Das Defizit in der US-Leistungsbilanz hat sich im vierten Quartal 2006 stärker als erwartet verringert. Im Februar dieses Jahres verteuerten sich zudem die US-Importe weniger stark als erwartet.

HB WASHINGTON. Der Fehlbetrag in der US-Leistungsbilanz sank auf 195,8 Milliarden Dollar von revidiert 229,4 Milliarden Dollar im dritten Vierteljahr, wie das US-Handelsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Defizit von 204,0 Milliarden Dollar gerechnet.

Hauptgrund für den Rückgang war der niedrigere Ölpreis, der den Wert der Rohöl-Importe in die USA nach unten trieb. Das Defizit betrug im vierten Quartal 5,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, nach 6,9 Prozent im vorangegangenen Jahresviertel und dem Rekord von 7,0 Prozent im vierten Quartal 2005. Das US-Leistungsbilanzdefizit gilt als eines der größten Risiken für die Weltwirtschaft, da die USA zur Finanzierung des in den vergangenen Jahren stetig gewachsenen Fehlbetrags immer mehr ausländisches Kapital benötigen. Bleibt dieses aus, droht eine massive Abwertung des Dollars.

Die US-Einfuhrpreise verteuerten sich von Januar auf Februar um 0,2 Prozent. Analysten hatten mit einem Plus von 0,8 Prozent gerechnet. Hauptgrund für den Anstieg war der Ölpreis. Rechnet man ihn heraus, hätten die Importpreise leicht nachgegeben.

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