Volkswirte mahnen zur Vorsicht bei der Interpretation der Daten
Einzelhandel nahm im Februar mehr an

Im Jahresvergleich stiegen die Erlöse um ein Prozent, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag auf Grundlage vorläufiger Ergebnisse mit.

HB BERLIN. Von Januar auf Februar gab es den Statistikern zufolge „keine nennenswerte Umsatzsteigerung“ - Details nannte das Amt wegen einer Statistikänderung nicht. Analysten hatten zum Vormonat ein Minus erwartet und zeigten sich daher positiv überrascht. „Die Zahlen sind auf den ersten Blick nicht schlecht. Eine Null zum Vormonat ist positiv, da wir im Januar einen Anstieg um zwei Prozent hatten“, sagte Rainer Guntermann von Dresdner Kleinwort Wasserstein.

Er vermutete, dass die Steuersenkung zu Jahresanfang einige Konsumenten doch zum Geldausgeben animiert haben könnte - trotz der insgesamt schlechten Stimmung. Andreas Rees von der HypoVereinsbank verwies zudem auf das ungewöhnlich kalte Wetter im Februar: „Die neuen Frühjahrskollektionen blieben wegen des Winterwetters größtenteils auf den Regalen liegen.“

Dennoch können die Einzelhändler wegen der hohen Arbeitslosigkeit in diesem Jahr nach Einschätzung der Experten keine großen Sprünge erwarten: „Die große Problematik bleibt der Arbeitsmarkt, der auf dem Konsumentenvertrauen lastet und dies auch noch in den kommenden Monaten tun wird. Es bleibt wackelig“, fasste Guntermann zusammen. Die jüngste Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hatte gezeigt, dass sich die Menschen wieder mehr Sorgen über ihre finanzielle Situation und die wirtschaftliche Entwicklung machen.

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