Volkswirte sehen Zeichen für nachlassendes Wachstum
US-Dienstleistungsbranche verliert an Schwung

Der US-Service-Index ist im April auf 61,7 Punkte gefallen. Experten werten die Zahlen als Indiz für ein nachlassendes Wachstum der weltgrößten Volkswirtschaft. Mit Spannung sehen Analysten nun dem am Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktbericht entgegen.

HB NEW YORK. Der US-Service-Index des Institute for Supply Management (ISM) fiel auf 61,7 Punkte nach 63,1 Punkten im März, teilte das Institut am Mittwoch mit. Analysten hatten im Schnitt 61,0 Punkte erwartet.

Mit einem Stand von über 50 Zählern signalisiert der Index weiter eine zunehmende Geschäftstätigkeit des Sektors, der Unternehmen wie Restaurants über Hotels bis hin zu Fluggesellschaften umfasst. Dienstleistungen machen rund 80 Prozent der US-Wirtschaft aus.

Auf eine langsamere Expansion wies auch der ISM-Teilindex für Neuaufträge hin. Dieser fiel im April auf 58,8 von 62,1 Zählern im März. Rückläufig war auch der Preisindex, der auf 61,9 von 65,6 Punkten fiel.

Der schwächere Beschäftigungsindex enttäuschte Analysten zufolge zudem die lange gehegten Hoffnungen auf einen Durchbruch am Arbeitsmarkt. „Der deutliche Rückgang springt ins Auge. Er lässt darauf schließen, dass das sich Beschäftigungswachstum etwas abgekühlt hat“, sagte Doug Porter von BMO Nesbit Burns.

Der Teilindex für die Beschäftigung gab auf 53,3 von 57,1 Punkten nach. Mit Spannung sehen Analysten nun dem am Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktbericht für April entgegen.

Volkswirte hatten zuvor einen Zuwachs von etwa 170 000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft vorausgesagt, nachdem das Plus von 110 000 Arbeitsplätzen im März für Enttäuschung gesorgt hatte. In Deutschland signalisierten die jüngsten Zahlen zur Dienstleistungsbranche eine weitere Abschwächung.

Der NTC-Einkaufsmanager-Index sank im April auf 51,3 von 51,8 Punkten, teilte das Forschungsinstitut NTC mit. „Die Umfrage legt nahe, dass das eh schon schwache Wachstum weiter nachgibt“, sagte NTC-Chefvolkswirt Chris Williamson. „Wahrscheinlich werden wir eher einen neuen Rückgang der Geschäftsaktivitäten sehen als eine Belebung. Die Risiken weisen abwärts.“

Auch in der Euro-Zone ließ das Wachstum der Geschäfte der Branche nach. Der Index sank hier auf 52,8 von 53,0 Punkten und damit auf den tiefsten Stand in diesem Jahr.

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