Der scheidende EZB-Chef sieht Europa auf dem Weg zu einem immer engeren Staatenbund. Doch Trichet appelliert auch an die Verantwortung der einzelnen Staaten für das Gemeinwohl.

Kommentare

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  • Europa wird immer ein gemeinsamen Weg finden . Mit dem Internet hat sich die ganze Welt ( und Sprachübersetzern ) ernorm verbunden . Europa kann nicht zurück in die Kleinstaaterei . Haben wir ein Problem , so ist es eine Aufgabe . Es wird nicht langweilig .Garantiert

  • Der scheidende EZB-Chef sieht Europa auf dem Weg zu einem immer engeren Staatenbund?
    Mit dem Abtritt des scheidenden EZB-Chef ist bereits der erste wichtigw Schritt getan. "Bänker" sollten auf alle Fälle keine Politik mit dem ihnen "anvertrauten"Geld betreiben. "Das" haben wir jetzt davon - wenn man sich nicht strikt daran hält!

  • er hätte seinen Auftrag erfüllen sollen, statt Visionen zu verbreiten. Auf jeden Fall hat er die EZB in einer verzwickte Situation gebracht und deren Unabhängigkeit verspielt. Er sollte sich still und leise verabschieden.

  • "Sie müssen entscheiden und sie sind es, denen wir dienen", schreibt Trichet."
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    Dann sollen die Völker Europas auch entscheiden über Staatenbund oder Bundesstaat via Volksabstimmungen.
    Aber dieser Satz ist doch hohle Rhetorik vom bad bank boss, denn die Demokratie bleibt bei diesem Europa, und dieser Eurozone auf der Strecke. Good riddance, bad bank boss.

  • "Aber die Zukunft Europas bleibt in der Hand seiner Bürger. Sie müssen entscheiden und sie sind es, denen wir dienen", schreibt Trichet.

    Europa bleibt in der Hand seiner Bürger? Auf welchem Mond lebt der Mensch? - Denen wir dienen? Wer ist "wir"? - Ich hasse das Gefasel von Notenbank-Gestalten, EU-Kommissaren und der ganzen verotteten EU-Bürokratenkamarilla.

  • Das müssen Sie ganz locker nehmen. Die Franzosen lieben die Phrase und die schönen Worte, hinter denen nichts steht als eben diese. Auch so ein kultureller Unterschied in Hinblick auf andere europäische Gesellschaften. Europa und dessen Gesellschaften einigt genausoviel, wie sie sich von einander unterscheiden. Jeder überdehnte Zentralismus ist deshalb zu hinterfragen und abzulehnen. Das gilt insbesondere für den aufgezwungenen Einheitseuro.

  • Tja, Staatenbund oder Bundesstaat. Beides zusammen geht nicht. In einem Staatenbund sind die Staaten, die diesen Bund bilden weitgehend souverän, in einem Bundesstaat haben sie diese Souveränität weitgehend aufgegeben. Europa besteht aus sehr verschiedenartigen Nationen und Völkern mit sehr unterschiedlichen Traditionen, man nehme nur den französischen Zentralismus und den förderalen Aufbau Deutschlands. Wer Freiheit, Souveränität und Selbstbestimmung liebt, wird niemals einem europäischen "Superstaat", wie ihn sich Trichet erträumt, zustimmen können.

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