Vorausschätzung zur Inflation könnte revidiert werden
EZB lässt Leitzins unverändert

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Leitzinsen in der Euro-Zone am Donnerstag wie erwartet unverändert gelassen. Der für die Refinanzierung der Geschäftsbanken maßgebliche Schlüsselzins betrage weiterhin 2,00 Prozent, teilte die EZB nach der Ratssitzung in Frankfurt mit.

HB FRANKFURT/MAIN. Nahezu alle Volkswirte hatten diese Entscheidung erwartet. Die EZB müsse zunächst abwarten, wie sich der hohe Ölpreis auf die Teuerungsrate und die Konjunktur auswirke. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet wird auf einer Pressekonferenz am Nachmittag voraussichtlich die neuen Prognosen zur Inflation und zum Wirtschaftswachstum vorstellen.

Analysten gehen davon aus, dass die Notenbank wegen der hohen Ölpreise ihre Vorausschätzung zur Inflation im laufenden und im nächsten Jahr leicht anheben wird. Es gebe aber keinen Anlass, die Prognose für das Wirtschaftswachstum zu senken, hatte Trichet mehrfach betont. Das Bruttoinlandsprodukt in der Euro-Zone soll nach der bisherigen EZB-Einschätzung in diesem Jahr um 1,7 % und 2005 um 2,2 % wachsen.

Der hohe Ölpreis, der Mitte August in den USA einen Höchststand von 49 Dollar pro Barrel erreichte, bereitet den Notenbankern seit Monaten Sorgen. Der Anstieg der Rohstoffpreise stellt ein Risiko für stabile Preise und für den Konjunkturaufschwung dar. Die jährliche Teuerungsrate in der Euro-Zone war im Juli und August mit 2,3 % auf hohem Niveau stabil geblieben. Der Wert lag deutlich über der Schwelle von 2,0 %, die die EZB als wünschenswert ansieht.

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