Vorbericht
Volkswirte erwarten heute starke US-Arbeitsmarktdaten

Der US-Arbeitsmarkt dürfte nach Einschätzung von Bankvolkswirten im November eine starke Entwicklung verzeichnet haben.

HB FRANKFURT. Die von Dow Jones Newswires befragten Experten gehen davon aus, dass die Zahl der Stellen außerhalb der Landwirtschaft um 220.000 gegenüber dem Vormonat gestiegen ist, nachdem im Oktober nur ein Plus von 56.000 verzeichnet worden war. Allerdings wird die Arbeitslosenquote unverändert bei 5,0% gesehen. Darüber hinaus wird mit einem monatlichen Anstieg der Stundenlöhne um 0,2% gerechnet, nach plus 0,5% im Oktober. Das US-Arbeitsministerium wird den Beschäftigungsreport für November am Freitag (14.30 Uhr MEZ) vorlegen.

Die Experten von UBS, die einen Beschäftigungszuwachs um 250.000 erwarten, weisen angesichts der schwachen Oktober-Entwicklung auf Nachholeffekte hin. Darauf hätten auch die jüngsten Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe gedeutet. Die enttäuschende Oktober-Entwicklung sehen sie die UBS-Ökonomen weniger durch die regionalen Folgen der Hurrikans „Katrina“ und „Rita“ begründet, sondern vielmehr als allgemeines Phänomen. Die Arbeitslosenquote, die auf Basis einer separaten Erhebung ermittelt wird, sieht UBS bei 5,0%.

Lehman Brothers erwartet einen Anstieg der Stellenzahl um 230.000. Vor allem im Einzelhandelsbereich ist es nach Einschätzung der Lehman-Volkswirte zu verstärkten Einstellungen gekommen. Durch die „Thanksgiving“-Feiertage im November habe es hier keinen negativen Einfluss gegeben. Bei der Arbeitslosenquote erwartet Lehman Brothers einen leichten Rückgang auf 4,9%.

Etwas skeptischer für die Beschäftigung sind die Volkswirte bei BNP Paribas, die mit 210.000 einen Beschäftigungszuwachs unterhalb des Konsens erwarten. Positive Effekte sind nach ihrer Auffassung im November unter anderem von der Stellenentwicklung im Baubereich ausgegangen, wo nicht nur die Aufräumarbeiten nach den Hurrikans für ein Beschäftigungsplus von etwa 30.000 gesorgt hätten. Angesichts der zuletzt günstigen Entwicklung der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe rechnet auch BNP mit einem leichten Rückgang der US- Arbeitslosenquote.

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