Vorstand kommt zusammen
Bundesbank dementiert Welteke-Reise

Die Bundesbank hat einen Bericht über eine weitere von Dritten bezahlte Reise von Ernst Welteke zurück gewiesen. Der Vorstand der Zentralbank kommt zu Beratungen zusammen. Derweil wird bereits über einen Nachfolger für Ernst Welteke spekuliert.

HB FRANKFURT/MAIN. Laut „Bild“-Zeitung (Mittwochausgabe) hat sich Welteke nach einem Wiener Opernball von einer Bank zu einem mehrtägigen Aufenthalt einladen lassen. Dies sei „falsch“, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Die Einladung der Österreichischen Nationalbank habe nur für den Opernball gegolten, es sei kein Urlaub bezahlt worden. Zu den Details und dem Zeitpunkt konnte er keine Angaben machen.

Der Vorstand sollte am Mittag (12.00 Uhr) zusammenkommen, um die Vorwürfe gegen Welteke wegen seines umstrittenen Hotel-Aufenthalts zu prüfen. Ob am gleichen Tag noch ein Ergebnis erzielt werde, sei nicht abzusehen, sagte der Sprecher. Politiker aller Parteien hatten Welteke nahe gelegt, sein Amt zur Verfügung zu stellen. In Regierungskreisen hieß es, man erwarte am Mittwoch ein Ergebnis, das sowohl Klarheit über die Zukunft Weltekes als auch eine deutliche Stärkung der Institution Bundesbank beinhalte. Die Zentralbank hat kein eigenes Kontrollgremium wie zum Beispiel einen Aufsichtsrat.

Welteke hatte am Dienstagabend in den ARD-„Tagesthemen“ angekündigt, die Prüfung des Vorstands und die Ermittlungsergebnisse der Frankfurter Staatsanwaltschaft gegen ihn abzuwarten. „Ich sehe bisher keinen Grund zurückzutreten.“ Er räumte ein, „vielleicht überharsch“ auf die ersten Vorwürfe reagiert zu haben.

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