Handelsblatt Ranking Volkswirtschaftslehre - Porträtserie "Jugend forscht"
Peter Egger: Ökonomie statt Piano

Peter Egger, einer der forschungsaktivsten deutschsprachigen Nachwuchsökonomen, hatte einst ganz andere Karrierepläne.

So konnte die Sache nicht weitergehen. Mit Anfang zwanzig bekam Peter Egger das Gefühl, sein Leben ändern zu müssen. Ein ganzes Jahrzehnt hatte er mit kaum etwas anderem verbracht als Kalvierspielen – seit Jahren studierte er das Fach, arbeitete hart an einer Karriere als Konzeptpianist. Doch je älter Egger wurde, desto unsicherer und nervenaufreibender erschien ihm dieser Beruf. „Da bin mal mit ein paar Freunden zur Uni mitgegangen“, erinnert sich der heute 37-jährige – zufälligerweise studierten die Volkswirtschaftslehre (VWL). Eggert zögerte nicht lange und wechselte das Fach – mit 22 Jahren schrieb sich der Österreicher in Linz für das Fach ein.

Eine Entscheidung, die sich bewährt hat. Heute, 15 Jahre später, ist Egger einer der produktivsten Nachwuchsökonomen des deutschsprachigen Raums. Seit November 2004 ist der inzwischen 37-Jährige in Personalunion Abteilungsleiter am Münchener Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung und VWL-Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Im Handelsblatt-Ranking der forschungsaktivsten Ökonomen liegt Egger in der Auswertung für die unter Vierzigjährigen auf dem zweiten Platz. Sein Sachverstand ist heiß begehrt – neben München hatte er auch Angebote von drei anderen Hochschulen für eine Professorenstelle. Dafür, dass er sich nicht in den USA nach einem Job umgesehen hat, seien private Gründe ausschlaggebend gewesen. „Das Forschungsumfeld ist in den USA besser, aber Europa hat mit Blick auf die Lebensqualität sehr angenehme Seiten“, sagt Egger, der privat auch seiner alten Leidenschaft, dem Klavier, treu geblieben ist: „An Wochenenden spiele ich auch heute oft noch mehrere Stunden lang.“

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