Mehr als 3000 Ökonomen aus dem deutschsprachigen Raum wurden für das Handelsblatt-Ranking der forschungsstärksten Volkswirte berücksichtigt. Die Liste der Top 100 zeigt: Auch mit Nischen-Themen kommt man ganz nach oben.

Kommentare

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  • Ich stimme dem Kommentator M. Weber zu. Wieso hat man nicht einfach ein Update des Combes-Linnemer Rankings in Auftrag gegeben? Diese Autoren wären (im Gegensatz zu Professoren, die selbst vom Ranking betroffen sind) völlig unbefangen gewesen!

    Nicht nachvollziehbar ist, dass die im deutschen Sprachraum tätigen Ökonomen (egal welcher Nationalität sie sind) in einen Topf geworfen werden mit z.B. in den USA tätigen Ökonomen, die in Deutschland, Österreich oder der Schweiz geboren wurden. Welche Bedeutung hat denn bitte der Ort der Geburt? Das Personen-Ranking soll als Grundlage für das Institutionen-Ranking dienen. Da hier aber nicht Stanford und Berkeley gerankt werden, sondern die Institutionen im deutschsprachigen Raum, sollten die und nur die dort tätigen Forscher (unabhängig davon, wo sie geboren wurden) Berücksichtigung finden. In den USA gibt es ganz andere Forschungsbedingungen als hier.

    Ferner gibt es Unstimmigkeiten bei der Zuordnung von Personen zu Institutionen. Beispielsweise steht bei A. Börsch-Supan korrekt "Max-Planck-Institut", bei M. Sutter steht jedoch fälschlich "Köln Uni", obwohl auch hier "Max-Planck-Institut" stehen müsste. Auch gibt es Abweichungen zwischen den Angaben zur Institution in den Tabellen hier und denen im Portal Forschungsmonitoring, z.B. bei M. Hellwig. Max-Planck-Institute sind eigenständige Institutionen und gehören nicht zu den Universitäten! Wenn hier nicht sauber getrennt wird, ist das Institutionen-Ranking verfälscht.

  • Es ist bedenklich, dass inzwischen sowohl das Handelsblatt VWL-Ranking als auch das (methodisch äußerst fragwürdige) F.A.Z. "Ökonomen und Betriebswirte"-Ranking maßgeblich von Professoren der Universität Düsseldorf gesteuert werden – also aus einer Universität, die in der VWL praktisch bedeutungslos ist. Diese Monopolisierung kann nicht gesund sein.

    Wieso werden Forscher an deutschsprachigen Unis mit im deutschsprachigen Raum geborenen Forschern in anderen Ländern vermischt? Wer z.B. in Deutschland geboren wurde, in den USA studiert hat und dort Professor ist, der arbeitet unter US-Bedingungen, so wie auch ein in den USA oder in China geborener Professor der dort tätig ist. Der Vergleich mit in Deutschland tätigen Forschern (unabhängig von deren Geburtsort) hinkt gewaltig. Es wäre an der Zeit, diesen Unsinn abzustellen, der Geburtsort ist in der wissenschaftlichen Gemeinschaft irrelevant. Was zählt, ist alleine der Ort an dem man beschäftigt ist und der die Arbeitsbedingungen festlegt.

    Leider kamen zu diesem bereits existierenden Problem des Handelsblatt-Rankings in 2017 neue Probleme hinzu. In der neuen Journal-Liste 2017 sind diverse BWL-Zeitschriften, die bisher maximal 0,6 Punkte bekamen, mit deutlich höheren Gewichten versehen (z.B. Journal of Marketing Research, 0,74 Punkte). Dadurch werden die ökonomischen Top-5 Zeitschriften relativ abgewertet, was in einem VWL-Ranking keinen Sinn macht.

    Bisher brauchte man z.B. 20 Publikationen in Production And Operations Management, um auf einen AER-äquivalenten Punkt zu kommen, nun sind es weniger als drei. Dies würde international kein renommierter Ökonom unterschreiben. Und dass Production And Operations Management in der VWL höher angesehen ist als z.B. Econometric Theory, das glaubt auch wirklich niemand außerhalb von Düsseldorf.

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