Wachsende Wirtschaftsleistung
Frankreich erwartet 200 000 neue Jobs

Die unerwartet gute Wirtschaftsentwicklung in der Euro-Zone wird nach Einschätzung des französischen Wirtschaftsministers Thierry Breton auch den Arbeitsmarkt beflügeln. Er rechnet damit, dass in Frankreich in diesem Jahr mehr als 200 000 Arbeitsplätze geschaffen werden.

doh DÜSSELDORF. Im vergangenen Jahr waren es nur 99 000. Es gebe keinen Grund zu der Annahme, dass die Erholungstendenz demnächst ende, sagte der Minister der Finanzzeitung „La Tribune“. Auch das kommende Jahr werde sich „gut, sogar sehr gut“ präsentieren, sagte Breton.

Die zweitgrößte Volkswirtschaft des Währungsgebietes hatte bereits am Freitag den höchsten Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) in einem Quartal seit 20 Jahren gemeldet: Die Wirtschaftsleistung stieg von April bis Juni im Vergleich zum Vorquartal um 1,1 bis 1,2 Prozent.

Das gesamte Währungsgebiet legte im selben Zeitraum ebenso wie Deutschland und Spanien um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu. Damit wuchs die Wirtschaft des Euro-Raums so stark wie seit sechs Jahren nicht, meldete das europäische Statistikamt Eurostat am Montag.

Die Entwicklung fiel nicht nur besser aus als erwartet – bei den Wachstumsraten hängte die Euro-Zone auch die USA und Japan ab, wo sich die BIP-Zunahme auf 0,6 Prozent beziehungsweise 0,2 Prozent belief. Auf Jahressicht legte die Wirtschaft in der Euro-Zone um 2,4 Prozent zu. Im ersten Vierteljahr war sie noch um 0,6 Prozent auf Quartalssicht und um 2,0 Prozent auf Jahressicht gewachsen.

Hinweise auf eine dynamische Konjunkturentwicklung im zweiten Quartal hatte es bereits Ende vergangener Woche gegeben. Neben dem starken Zuwachs war gemeldet worden, dass die Wirtschaft in Italien um 0,5 Prozent und damit stärker als erwartet zugenommen hatte. Starke Wachstumsdaten hatte es auch aus den Niederlanden und Belgien gegeben.

Vor dem Hintergrund der nachlassenden US-Wirtschaft bezeichnete der Konjunkturchef des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI), Roland Döhrn, das starke Wachstum der Euro-Zone als gutes Signal für die deutsche Wirtschaft: „Die Regionalstruktur könnte sich zu unseren Gunsten verschieben“, sagte er.

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