Wachstum im dritten Quartal
Griechenland schlägt Deutschland

Die Euro-Zone ist im dritten Quartal einer Rezession entgangen, wächst aber nur schwach. Deutschland gehört dabei zu den Wachstumsbremsen – vorne hingegen gibt es eine Überraschung.
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BrüsselDie Wirtschaft in der Euro-Zone ist im dritten Quartal dank der Erholung von Krisenstaaten wie Spanien etwas kräftiger als erwartet gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt legte von Juli bis September um 0,2 Prozent zum Vorquartal zu, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag in einer ersten Schätzung mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen waren davon ausgegangen, dass es wie schon im Frühjahr nur zu einem Plus von 0,1 Prozent reicht.

Angeschoben wurde die Konjunktur von Frankreich. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Währungsunion legte um 0,3 Prozent zu und wuchs damit nach der Flaute im ersten Halbjahr erstmals wieder. Spanien schaffte mit 0,5 Prozent ebenfalls ein überdurchschnittliches Plus. Ebenso Griechenland, dass mit 0,7 Prozent den kräftigsten Zuwachs aller Euro-Länder meldete.

Die langjährige Konjunkturlokomotive Deutschland erwies sich dagegen erneut als Bremse: Europas Nummer eins gelang nur ein Mini-Wachstum von 0,1 Prozent, nach einem Minus von 0,1 Prozent im Vorquartal. Italien glitt dagegen in die Rezession ab: Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte um 0,1 Prozent und damit das zweite Quartal in Folge.

Die Konjunkturaussichten bleiben für die Euro-Zone wegen der hohen Arbeitslosigkeit in vielen Ländern und dem Sparzwang der Regierungen mau. Die EU-Kommission senkte erst vor wenigen Tagen ihre Wachstumsprognose für 2014 von 1,2 auf 0,8 Prozent und für 2015 von 1,7 auf 1,1 Prozent. 2016 erwartet die Behörde dann ein Plus von 1,7 Prozent.

Bei den Verbraucherpreisen gab es hingegen einen leichten Aufwärtstrend. Sie erhöhten sich um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag auf basis endgültiger Daten mitteilte. Im September war die Teuerungsrate mit 0,3 Prozent noch einen Tick geringer ausgefallen - es war zugleich der niedrigsten Wert seit fünf Jahren. Die Europäische Zentralbank (EZB) spricht nur bei Werten von knapp unter zwei Prozent von stabilen Preisen. Um einen für die Wirtschaft schädlichen Preisverfall auf breiter Front zu verhindern, hat sie ihren Leitzins auf ein Rekordtief gesenkt. Außerdem pumpt sie Milliarden an billigem Geld in die Wirtschaft. Wie die Daten von Eurostat zeigen, fallen die Preise in einigen Ländern: so in Griechenland mit minus 1,8 Prozent und in Spanien mit minus 0,2 Prozent. Gedämpft wurde die Inflation im Oktober erneut von fallenden Energiepreisen. Diese gaben um 2,0 Prozent nach. Dagegen stiegen die Preise für Lebensmittel, Alkohol und Tabak um 0,5 Prozent, die für Dienstleistungen um 1,2 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Das sagte ein Pressevertreter/Journalist schon vor über hundert Jahren selbst zur angeblichen freien Presse !

    John Swinton (1829-1901), amerikanischer Journalist
    "Es ist das Geschäft der Journalisten, die Wahrheit zu zerstören, unumwunden zu lügen, zu pervertieren, zu verleumden, die Füße des Mammon zu lecken und das Land zu verkaufen für ihr tägliches Brot. Sie wissen es und ich weiß, was es für eine Verrücktheit ist, auf eine unabhängige Presse anzustoßen. Wir sind die Werkzeuge und Vasallen der reichen Männer hinter der Szene. Wir sind die Hampelmänner, sie ziehen die Strippen und wir tanzen. Unsere Talente, unsere Fähigkeiten und unser ganzes Leben sind Eigentum anderer Menschen. Wir sind intellektuelle Prostituierte."

    Wer sind die reichen Männer hinter der deutschen Presse und des Handelsblatts ... ??? Wer bezahlt die Presse für ihre "von Lobbyisten gesteuerte Berichterstattung ?? Die Presseorgane sollten dazu verpflichtet werden ihre Einkünfte offenzulegen. Nicht mal, dass sie die einzelnen Unternehmen benennen müssten, von denen sie gesponsort werden !! Nein - nur offenlegen - diese Einnahmen werden durch Verkäufe von Zeitungen generiert - und diese Einnahmen durch Gelder von Banken, Großkonzernen, Lobbyisten etc.
    Da könnte sich dann jeder selbst ein objektives Bild der angeblich freien Presse machen !! Das wär doch mal wirklich Transparenz und die so gescholtene Presse könnte mal hier so richtig glänzen mit dem Attribut "UNABHÄNGIGKEIT" !! Oder etwa nicht ??? :-)))))))

  • Die Überschrift ist blöd, die Desinformation im Artikel noch viel blöder, da kein Wort davon, daß es die Willfährigkeit der Vasallenpseudoregierung gegenüber dem kriegslüsternen USrael ist, daß es so reinhaut.
    Die Vasallen zahlen nicht nur die Zeche, sd. zugleich wird Kontinentaleuropa wieder gespalten - seit 200 Jahren das politische 1x1 der City of London und New York. Warum?
    Na weil bei der natürlichen Achse Paris-Berlin-Moskau sie RAUS wären!

    Und die Lügenmedien tun jetzt so, als ob der Einbruch aus heiterem Himmel gekommen wäre. Fehlt nur noch die Propaganda, daß mit TIPP alles besser werden würde...

  • "Griechenland schlägt Deutschland"

    Verspielen die Systemmedien in Deutschland, mit solcher Desinformation, ihre letzte Glaubwürdigkeit?

    Die Systemmedien dulden keine Wahrheit wie es Morpheus im gleichnamigen Film ausführte:
    "Die Matrix ist die Welt die über deine Augen gestülpt wurde, damit du blind für die Wahrheit bist."

    Das alte Lügenmediensystem ist dem Untergang geweiht, aber sie merken es nicht, da sie auf der Titanic, auf der sie sich befinden, nur die Stühle rücken und denken, dass die Sonne ewig für sie scheint.

    Doch Zuschauerzahlen von ARD & ZDF sowie Leserzahlen bei Spiegel & Co. sinken teils dramatisch.

    Spätestens seit der Krise in der Ukraine wird selbst für naive Gemüter die plumpe prowestliche Manipulation der Medien offensichtlich.

    Die Medienberichterstattung basiert zum größten Teil auf dem Prinzip: „Eine Lüge, die oft genug erzählt wird, wird irgendwann zur Wahrheit.“, nur das immer mehr Menschen dieses Prinzip durchschauen und sich abwenden.

    Sie erkennen, dass die Mainstreammedien zum größten Teil zu Handlangern der Bankster und Politikgangster geworden sind. (mehr dazu im aktuellen Interview von bewusst.tv) Die Umsätze der Printmedien brechen schon seit Jahren ein, nur dass darüber offiziell nicht berichtet wird.

    So wurden beispielsweise 2011 eine Milliarde weniger Zeitungen und Zeitschriften als im Jahre 2003 verkauft . Es wird nicht nur Personal in den Mainstreammedien abgebaut, sondern ganze Redaktionen machen dicht. 2012 ging beispielsweise die Frankfurter Rundschau in Insolvenz, 2013 folgte die Münchner Abendzeitung. Die Financial Times Deutschland ist mittlerweile auch Geschichte.

    Der Spiegel fährt aufgrund seiner einseitigen Berichterstattung mittlerweile die schlechtesten Zahlen aller Zeiten ein.

    Die Menschen haben es mittlerweile einfach satt, belogen und desinformiert zu werden und ziehen es lieber vor, ihre Informationen im Internet zu suchen.

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