Wachstum im Euro-Raum bleibt gedämpft
USA und China 2003 als Wachstumsmotoren

Die USA und China waren im vergangenen Jahr die konjunkturellen Wachstumsmotoren. Dem weltweiten Abschwung in diesem Jahrzehnt setzten die Industrieländer, allen voran die USA, ungewöhnlich starke fiskal- und geldpolitische Impulse entgegen. Das schreibt die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in ihrem am Montag veröffentlichten Jahresbericht.

HB BASEL.. Während die USA und China damit Japan sowie viele aufstrebende Volkswirtschaften mitzogen, lag Kontinentaleuropa weiterhin zurück. Die Erholung in den fortgeschrittenen Industrieländern festigte sich 2003, unterstützt durch kräftige geld- und fiskalpolitische Impulse in den USA und eine stärkere Nachfrage in Asien. Über einen rasant wachsenden Welthandel breitete sich die Konjunkturbelebung unter vielen der wichtigsten Volkswirtschaften aus, wenngleich das Wachstum im Euro-Raum gedämpft blieb.

„Es stellt sich nun die wichtige Frage, wie nachhaltig die Erholung sowohl auf kurze Sicht als auch darüber hinaus sein wird“, schreibt die BIZ. Auf kurze Sicht werde allgemein eine weitere Beschleunigung des Konjunkturaufschwungs erwartet. Für 2004 werde mit einem Wachstum der Weltwirtschaft um vier Prozent sowie einer weiterhin moderaten Inflation gerechnet.

Hinsichtlich der zukünftigen Nachfrage gebe es allerdings noch verschiedene Unsicherheiten, insbesondere vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklung an den Finanzmärkten und bei den Rohstoffpreisen. Auf mittlere Sicht bestünden nach wie vor einige Risiken, vor allem angesichts der hohen Verschuldung im privaten wie im öffentlichen Sektor und großer Leistungsbilanz-Ungleichgewichte.

China spielte nach Einschätzung der BIZ im derzeitigen Aufschwung eine wichtige Rolle, denn seine hohen Wachstumsraten förderten die Nachfrage in Ostasien und anderen Regionen. Allerdings gäben auch Überinvestitionen, Schwächen im Bankensektor und höhere Inflation Anlass zur Besorgnis. Die außergewöhnlich hohen Anlageinvestitionen könnten kurzfristig zu Inflation und längerfristig zu unrentablen Kapazitätsüberschüssen beitragen.

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