Wachstum in Sicht
Irische Wirtschaft gewinnt an Schwung

Seit kurzem ist Irland nicht mehr auf internationale Hilfen angewiesen. Jetzt geht es dem Land wirtschaftlich immer besser: Die Arbeitslosenquote sinkt und die Iren geben wieder mehr Geld aus.
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DublinDas seit kurzem nicht mehr auf internationale Hilfen angewiesene Irland kommt wirtschaftlich immer besser in Schwung. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs von Juli bis September 2013 um 1,5 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt des Landes am Donnerstag mitteilte. Das ist mehr als doppelt so viel wie von Ökonomen erwartet.

Zudem wurde das Wachstum für das zweite Quartal von 0,4 auf 1,0 Prozent kräftig nach oben korrigiert. „Es gibt noch keinen Grund dafür, unsere Hüte in die Luft zu werfen", warnte Finanzminister Michael Noonan vor zu großer Euphorie. „Aber es bewegt sich in die richtige Richtung."

Für den Schub sorgten vor allem die Verbraucher. Die privaten Konsumausgaben stiegen um 0,9 Prozent, nachdem sie zu Jahresbeginn noch kräftig gefallen waren. Ein Grund dafür ist die sinkende Arbeitslosenquote: Sie liegt derzeit bei 12,5 Prozent, nachdem es 2012 noch 15,1 Prozent waren. Auch die Bauausgaben legten kräftig zu. Die Exporte schrumpften dagegen wegen der schwachen Nachfrage aus Europa um 0,8 Prozent.

Irland hatte am Sonntag als erster Euro-Krisenstaat den Rettungsschirm verlassen. Mit 85 Milliarden Euro bewahrten die Euro-Partner und der Internationale Währungsfonds (IWF) das hart von einer Bankenkrise getroffene Land in den vergangenen drei Jahren vor der Pleite. Nach Reformen und der Sanierung seines Bankensektors finanziert sich Irland mittlerweile wieder voll über den Kapitalmarkt.

Dazu muss die Regierung in Dublin nun mit ihren Konjunkturdaten die Investoren überzeugen. Die Aussichten dafür sind gut: Die Wirtschaft wird nach Einschätzung der EU-Kommission 2013 das dritte Jahr in Folge wachsen. Bislang geht sie von einem Plus von 0,3 Prozent aus. Das Tempo dürfte sich 2014 auf 1,7 Prozent und 2015 sogar auf 2,5 Prozent beschleunigen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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