Wachstum stagniert
Ostdeutschland hinkt dem Westen weiter hinterher

Die Wirtschaft in Ostdeutschland hat im ersten Halbjahr mit der konjunkturellen Entwicklung im Westen Deutschlands und im Ausland nicht mithalten können.

HB BERLIN. Während das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Vierteljahr zum Vorquartal stagniert habe, sei es im zweiten Quartal sogar real um 0,2 % gefallen, hieß es im am Dienstag veröffentlichten Konjunkturbarometer des Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH). Allerdings erwartet das IWH in Ostdeutschland einen BIP-Anstieg im dritten Quartal um 0,4 % zum Vorquartal.

In ganz Deutschland war das BIP im ersten Quartal real um 0,4 % und im zweiten Quartal um 0,5 % gestiegen. Dabei hatten die starken Exporte für Auftrieb gesorgt, während die Binnenwirtschaft weiter schwach war.

Das IWH erklärte, die wirtschaftliche Belebung im nationalen und internationalen Umfeld habe nur einen Teil der ostdeutschen Industrie erfasst und hier vor allem die Hersteller von Vorleistungsgütern. „Investitions- und Konsumgüterhersteller haben dagegen die Schwäche der Inlandsnachfrage zu spüren bekommen.“ Auch die Bauwirtschaft sei wieder von der Abwärtsbewegung erfasst worden; der Handel habe unter der Kaufzurückhaltung der Konsumenten gelitten.

Für das dritte Vierteljahr erwartet das IWH ein leichtes Anziehen der Wirtschaft in Ostdeutschland. Maßgeblich dafür sei die Unterbrechung des Abwärtstrends bei den Bauinvestitionen wegen der auslaufenden Frist für die Abrufung der noch nicht verbrauchten Mittel zur Beseitigung der jüngsten Flutschäden. Auch sei mit Bauarbeiten zur Sicherung der Eigenheimzulage zu rechnen. Die Dynamik im Verarbeitenden Gewerbe werde dagegen etwas nachlassen, schrieben die IWH-Forscher.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet für ganz Deutschland im dritten Quartal ein reales Wirtschaftswachstum um 0,5 %.

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