Wachstumsaussichten
Euro-Raum schaltet Turbo an

So kraftvoll hatten die Statistiker den Jahresstart im Euro-Raum nicht eingeschätzt: Die Wirtschaft in der region legte um 0,7 Prozent zu. Auch in den Folgequartalen hält das Währungsgebiet das hohe Tempo bei, darin sind sich Konjunkturexperten einig. Uneinigkeit herrscht dagegen unter den Prognostikern für Deutschland: Wie wird 2008?

DÜSSELDORF Nach einem unerwartet guten Jahresstart sind die Aussichten für die Wirtschaft der Euro-Zone vielversprechend. Das lässt sich an gestern vorgelegten Daten und Prognosen europäischer Statistiker, Wirtschaftsforschungsinstitute und der Europäischen Zentralbank (EZB) ablesen.

Zu Jahresbeginn war das Bruttoinlandsprodukt im Währungsraum um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gewachsen. Diese endgültigen Angaben machte die Statistikbehörde Eurostat und korrigierte damit ihre bisherige Angabe leicht nach oben. Verglichen mit dem Vorjahresquartal legte die Euro-Zone um 3,1 Prozent zu.

Dieses hohe Tempo wird im weiteren Jahresverlauf anhalten, erwarten Konjunkturbeobachter. Wie im ersten Vierteljahr werde der Euro-Raum in allen weiteren drei Quartalen stets um 0,7 Prozent und im Gesamtjahr um drei Prozent zulegen, prognostizieren das Münchener Ifo-Institut, die französische Statistikbehörde Insee und das italienische Institut Isae im „Economic Outlook“, ihrer gemeinsamen Konjunkturprognose. Die EU-Kommission prognostiziert für das zurückliegende zweite Quartal, für das noch keine amtlichen Daten vorliegen, sowie das dritte Quartal einen Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von je 0,4 bis 0,8 Prozent. Am Jahresende rechnet sie mit einer Spanne zwischen 0,3 und 0,8 Prozent.

„Die Aussichten für die Wirtschaft im Euro-Währungsgebiet bleiben günstig und spiegeln ein positives Umfeld für die Inlands- und Auslandsnachfrage wider“, schreibt auch die EZB in ihrem gestern veröffentlichten Monatsbericht. Als Kernursache dafür macht sie die Investitionstätigkeit aus: Die dürfte, beflügelt durch günstige Finanzierungsbedingungen, die gute Ertragslage der Unternehmen und Effizienzsteigerungen auf Unternehmensebene, „dynamisch“ bleiben.

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