Wachstumsaussichten
IWH und Ifo setzen auf Ende der Konjunkturdelle

Deutschland steckt nach Einschätzung des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) in einer konjunkturellen Delle. Im späteren Verlauf des Jahres und 2009 dürfte die Wirtschaft aber wieder anziehen, scheiben die Experten in ihrer Sommerprognose. Für die Euro-Zone zeigt sich das Münchener Ifo-Institut optimistisch.

HB HALLE. Auch das Wachstum in der Euro-Zone wird laut Vorhersage des Münchner Ifo-Instituts nach einer Stagnation im Frühjahr in der zweiten Jahreshälfte wieder in Gang kommen. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück rechnet für kommendes Jahr für die deutsche Wirtschaft mit einem Plus von 1,2 Prozent. „Einige sagen, es könnten auch 1,3 oder 1,4 Prozent werden“, sagte der SPD-Politiker.

Weil das Wachstum im ersten Quartal 2008 überraschend gut ausgefallen war, hoben die Forscher vom IWH ihre Wachstumsprognose für 2008 auf 2,3 Prozent an und senkten ihre Prognose für 2009 zugleich auf 1,3 Prozent.

Ein Risiko für das Wachstum im kommenden Jahr berge die Inflation, warnten die Wissenschaftler aus Halle. Eine Wiederbelebung der inländischen Auftriebskräfte hänge wesentlich davon ab, ob es der Europäischen Zentralbank gelinge, die Inflation zu bannen. Bisher deuteten die Lohnabschlüsse in Deutschland nicht auf eine Preis-Lohn-Spirale hin, betonten die Experten.

Auch das Münchner Ifo sieht die Teuerung als Wachstumsbremse. Obwohl viele Arbeitnehmer nominal nach den jüngsten Tarifrunden mehr Lohn in der Tasche hätten, würden diese positiven Effekte durch die hohe Inflation zunichte gemacht. Den Höhepunkt der Inflation in der Euro-Zone sehen die Forscher allerdings im dritten Quartal bei vier Prozent erreicht. Zu Jahresende werde die Teuerung auf 3,5 Prozent zurückgehen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%