Wachstumsprognose angehoben
Zweites Wirtschaftswunder für Maschinenbau

Der deutsche Maschinenbau brummt wie seit 40 Jahren nicht mehr: Die Branche hat ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr auf 11 Prozent angehoben und geht auch für 2008 von einem reichlichen Zuwachs. Nicht, dass sich die Maschinenbau-Manager keine Sorgen machten - aber die sind eben nur gering.

HB HAMBURG. Der Präsident des Branchenverbandes VDMA, Dieter Brucklacher, sagte am Donnerstag in Hamburg, angesichts der Auftragseingänge und -bestände und „nicht zuletzt des erwarteten weiterhin kräftigen Weltwirtschaftswachstums“ rechne man mit fünf Prozent Wachstum im kommenden Jahr. Sollte sich diese Prognose erfüllen, hätte der deutsche Maschinen- und Anlagenbau in fünf Aufschwungjahren insgesamt einen Zuwachs von knapp 40 Prozent verzeichnet. „Eine solch dynamische Wachstumsphase haben wir zuletzt im Zeitraum 1958 bis 1962 erlebt“, so Brucklacher.

Für 2007 war der Verband bisher von 9 Prozent Wachstum ausgegangen. Ein zweistelliges Wachstum hatte der Wirtschaftszweig zuletzt 1969 erreicht. Brucklacher zufolge stieg die Zahl der Beschäftigten seit Ende 2006 um 30 000 auf 915 000. Bis Ende Dezember sollten mindestens weitere 5 000 zusätzliche Stellen geschaffen werden.

Zur Prognose für 2008 erklärte Brucklacher, sein Verband stelle sich auf eine „langsamere Gangart der Weltkonjunktur ein“. Nicht nur in Nordamerika, sondern auch in Europa und Asien würden „zumindest Wachstumsverluste drohen“. Risiken bestünden zudem im hohen Euro-Kurs im Vergleich zum Dollar, den Brucklacher als „ungünstige Währungsrelation“ bezeichnete. Zudem fürchte die Branche um die zur Finanzierung ihres Wachstums unentbehrlichen Kredite.

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