Wachstumsprognose
OECD sieht Deutschland im Aufwind

Auch die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat jetzt ihre Wachstumsprognose für Deutschland erhöht. Für die USA hält die Organisation ihre Vorhersage dagegen bei – und geht von weiteren Zinserhöhungen durch die Fed aus.

HB PARIS. Die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat ihre Wachstumsprognose für die Konjunktur in Deutschland angehoben. Für das laufende Jahr rechnet die Organisation der rund 30 Industriestaaten jetzt mit einem Anstieg des arbeitstäglich bereinigten Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 2,2 Prozent. Im Mai hatte die Organisation noch ein Wachstum von 1,8 Prozent für dieses Jahr veranschlagt.

Wegen der anziehenden Konjunktur hatten zuletzt die meisten Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Wachstumsprognose für Deutschland erhöht, darunter das Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) und das Info-Institut. Die Kieler Volkswirte erhöhten ihre Prognose für das laufende Jahr von 2,1 auf 2,4 Prozent. Die Ifo-Konjunkturexperten prognostizierten ein Wirtschaftswachstum von 2,0 bis 2,2 Prozent.

Die OECD unterstützt die Pläne der Bundesregierung, die Mehrwertsteuer 2007 zu erhöhen. "Die Steuererhöhung um gleich drei Prozentpunkte Anfang 2007 werde das Wachstum „kurzfristig dämpfen, aber nicht zum Entgleisen bringen“, sagte der OECD-Chefvolkswirt Jean-Philippe Cotis. Der deutsche Staat müsse im Interesse einer langfristigen Haushaltspolitik die Steuersenkungen der Vorjahre ausgleichen. Da sei eine Erhöhung der Verbrauchssteuern sinnvoller als eine Erhöhung der direkten Steuern.

Auch für die Eurozone geht die OECD von einem stärkeren Wachstum aus und korrigierte ihre Vorhersage von 2,2 auf 2,7 in diesem Jahr nach oben. Zudem erklärte die Organisation, sie behalte ihre Wachstumsprognose 2006 für die USA bei 3,6 Prozent bei. Die Zinsen in der Eurozone von 3,5 Prozent seien bis Jahresende kompatibel mit der notwendigen schrittweisen Rückkehr zu einem neutralen Zinsniveau. Für die US-Notenbank (Fed) könne es aber unter Umständen nötig sein, ihre Zinsen weiter anzuheben.

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