Ex-Krisenland Spaniens Regierung erhöht Wachstumsprognose

Spanien hat den Aufschwung geschafft. Das jedenfalls legen die Konjunkturprognosen der spanischen Wirtschaft nahe. Vom einstigen Sorgenkind hat sich das Land damit zu den Spitzenreitern der Euro-Zone gemausert.
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Die spanische Regierung unter Ministerpräsident Mariano Rajoy blickt zuversichtlicher in die Zukunft als noch vor einem Jahr. Quelle: dpa
Leichter Optimismus

Die spanische Regierung unter Ministerpräsident Mariano Rajoy blickt zuversichtlicher in die Zukunft als noch vor einem Jahr.

(Foto: dpa)

MadridDie spanische Regierung blickt optimistischer auf die Konjunktur des Landes. Das Bruttoinlandsprodukt werde im laufenden Jahr um 3,3 Prozent steigen und damit stärker als bisher erwartet, sagte Ministerpräsident Mariano Rajoy am Donnerstag in Madrid. Auch für 2016 erhöhte Rajoy die Wachstumsprognose, und zwar auf 3,0 Prozent. Bisher hatte die Regierung für beide Jahre jeweils nur ein Plus von 2,9 Prozent veranschlagt.

Damit gehört das frühere Krisenland zu den Spitzenreitern in der Euro-Zone. Allerdings ist die Arbeitslosenquote in Spanien mit 22,5 Prozent die zweithöchste im Währungsraum. Nur in dem von der Staatspleite bedrohten Griechenland sieht es am Jobmarkt noch düsterer aus.

  • rtr
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5 Kommentare zu "Ex-Krisenland: Spaniens Regierung erhöht Wachstumsprognose"

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  • Sollte der nächste EU-Sargnagel im Anmarsch sein?
    Wie soll Europa nur ohne EU und Euro existieren? Gott behüte das Gefängnis, man bekommt Angst vor so viel Freiheit.

  • Der Zeitpunkt für diese Meldung ist erstklassig gewählt. Warten wir mal wenn die Urlaubssaison vorbei ist. Die vielen jugendlichen Arbeitslosen sind aber noch da.

  • Immer wenn es im Gebälk rumort, werden plötzlich wieder ganz tolle Zahlen in den Pleitestaaten gemeldet. Dazu hat man ja die Grundlagen zur Errechnung des BIP in der Eurozone erst unlängst geändert.

    Die Staatsschulden Spaniens sind von 436,98 Milliarden Euro im Jahre 2008 auf SAGE UND SCHREIBE 1021,36 Milliarden Euro im Jahr 2014 gestiegen.
    Die Staatsverschuldung Irlands ist von 79,6 Milliarden Euro im Jahre 2008 auf SAGE UND SCHREIBE 207,47 Milliarden Euro im Jahr 2014 gestiegen (FAST VERDREIFACHT).
    Die Staatsverschuldung Portugals ist von 123,3 Milliarden Euro im Jahre 2008 auf 213,99 Milliarden Euro im Jahre 2014 gestiegen. WER SOLL DAS ZURÜCKZAHLEN ?? Die Arbeitslosen in Spanien und Portugal ??

    Wirklich tolle Erfolge !!

  • Spanien befindet sich immer noch und notwendig im Sonderstatus der Befreiung von Bilanzvorschriften und anderen Gesetzen, die es ermöglichen, schöne Bilder für Volk und Europa zu malen, bunt, farbig und politisch wohlmeinend.

    Hinzu kommt die anhaltende Hilfe des billigen Ölpreises und des exportgünstig niederen Euro, welch beide übrigens auch Deutschland nur über Wasser halten.

    Klar, daß Rajoy sich diese Gelegenheit nicht entgehen läßt. Schließlich hat er noch viele andere böse Baustellen von Katalonien über das Könígshaus bis zu den immer noch konkursreifen Banken. Auch dort wurde immer noch nicht final aufgeräumt - nur ein wenig vor der Türe gefegt.
    Ähnlich geht es den anderen Mitgliedern der weitgehend insolventen Familie der PIIGSZF, die währenddessen immer weiter anwächst. Bald gehört auch Deutschland dazu, sollte es den banküblichen Usancen folgen und Kredite von Pleiteschuldnern - Griechenland z.B. - fällig stellen und nach ausstehender Zahlung abschreiben. Nur die zuvor gewährten Verlängerungen meinen Schäuble, ihn daran hindern zu können. Das aber ist Vortäuschung falscher Tatsachen - Betrug.

  • Wenn in einer Volkswirtschaft Wirtschaftswachstum entsteht, dann muss man immer fragen wer sich dafür verschuldet hat. Im Falle von Spanien braucht man nicht lange zu suchen: Die Staatsverschuldung wird dieses Jahr die 100 % (vom BIP) erreichen.

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