Wachstumsschwäche
Der Westen zieht den Osten runter

Vor allem die westlichen Bundesländer waren für die Rezession in der ersten Hälfte des Jahres in Deutschland verantwortlich.

HB BERLIN. Die ostdeutschen Länder ohne Berlin verbuchten dagegen von Januar bis Juni einen Anstieg ihrer Wirtschaftsleistung um 0,2 %, wie der Arbeitskreis Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung der Länder am Mittwoch bekannt gab. Im Westen schrumpfte die Wirtschaft unter Berücksichtigung der Inflation (real) um 0,1 %. Für Gesamtdeutschland ergab sich ebenfalls ein Minus von 0,1 %.

Ein anderes Bild ergab sich allerdings unter Berücksichtigung von Berlin, das ein Minus von 1,1 % verkraften musste. Rechnet man die Hauptstadt den neuen Bundesländern zu, ergab sich auch hier ein Minus von 0,1 %. In den westlichen Bundesländern ergab sich einschließlich Berlin sogar ein Rückgang um 0,2 %.

Sachsen und Thüringen in Front

Sowohl im Westen als auch im Osten klaffte die wirtschaftliche Entwicklung zwischen den einzelnen Ländern deutlich auseinander. Sachsen und Thüringen verzeichneten mit einem Anstieg ihrer Wirtschaftsleistung um 1,4 und 0,8 % die höchsten Wachstumsraten aller Länder. Schlusslicht war Mecklenburg-Vorpommern, wo die Wirtschaft um 1,6 % schrumpfte. Unter den westlichen Ländern wuchs Rheinland-Pfalz am schnellsten (plus 0,3 %), Schleswig-Holstein verbuchte mit minus 0,7 % den größten Rückgang.

In Westdeutschland wurden im vergangenen Jahr gut 85 % der gesamtdeutschen Wirtschaftsleistung erwirtschaftet. Die neuen Länder (ohne Berlin) produzierten gut elf Prozent, Berlin knapp vier Prozent.

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