Währungsfonds

Schäuble fordert langfristig IWF-Rückzug aus Europa

Der Finanzminister will auf lange Sicht auf die Hilfe des IWF in der Euro-Krise verzichten. Der Währungsfonds sei nicht gegründet worden, um Europa zu unterstützen, so Schäuble. Zudem lobte er die Expertise des IWF.
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Finanzminister Wolfgang Schäuble hält es für sinnvoll, dass sich der IWF langfristig wieder seinen Kernaufgaben und nicht der Euro-Krise widmet. Quelle: dpa

Finanzminister Wolfgang Schäuble hält es für sinnvoll, dass sich der IWF langfristig wieder seinen Kernaufgaben und nicht der Euro-Krise widmet.

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Frankfurt/MainBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat sich langfristig für einen Rückzug des Internationalen Währungsfonds (IWF) aus seinem Engagement in der Euro-Krise ausgesprochen. Der IWF sei nicht gegründet worden, „um dauerhaft Europa unter die Arme zu greifen“, sagte Schäuble der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Er gehe davon aus, dass der IWF sich nach Abschluss der Rettungsprogramme in der Eurozone wieder auf seine Kernaufgaben konzentrieren werde. Die Beteiligung des Währungsfonds an der Griechenland-„Troika“ sei allerdings richtig. „Keine andere Institution hat eine solche Expertise bei Staatsschuldenproblemen und Reformprogrammen.“

Ähnlich hatte sich bereits der Chef des Euro-Krisenfonds ESM, der Deutsche Klaus Regling, geäußert und gleichzeitig den IWF für seine jüngste Einschätzung der bisherigen Griechenland-Hilfen kritisiert. Auch EU-Kommissionschef José Manuel Barroso hatte vor Journalisten in Brüssel erklärt, dass es in der EU und der Euro-Zone ausreichende technische und finanzielle Ressourcen gebe, um Rettungsprogramme in Zukunft auch selbst zu stemmen. Die Troika aus EU, IWF und Europäischer Zentralbank (EZB) solle bei den laufenden Hilfsprogrammen aber bestehen bleiben.

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20 Kommentare zu "Währungsfonds: Schäuble fordert langfristig IWF-Rückzug aus Europa"

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  • Der IWF ist also nicht gegründet worden, um Europa dauerhaft unter die Arme zu greifen und wir haben genug technische und finanzielle Ressourcen in der Euro Zone um Rettungsprogramme in Zukunft stelbst zu stemmen?

    Warum wurde eigentlich nochmal die Euro Zone gegründet? In den tiefsten Hintergründen meiner Erinnerung ruft das Wort "no bailout" nach Gehör. Aber ich weiß nicht wieso...

  • @ KleinErna

    Zitat : Es isch ja unzumutbar, wie diese schwäbische Schnapsnase nuschelt!

    - Genau, und wenn dieser versiffte Greis nicht im Wägelchen sitzen würde, hätte er sich wie Brüderle auch schon längst die Haxen gebrochen....???!!!! :-)

  • - Das "Sparschweinchen im Wägelchen" sollte sich besser um seine vergammelten Zähne kümmern und einen Zahnarzt aufsuchen.
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    Zu allerärscht sollte Schäuble zumindest den Versuch unternehmen, richtiges Deutsch zu sprechen. Es isch ja unzumutbar, wie diese schwäbische Schnapsnase nuschelt!

  • Hierzu fand ich gerade diese Veranstaltung - kommenden Samstag in Berlin:
    https://www.compact-magazin.com/werkstatt-geld/

  • Nur wenn die Euro-Kritiker verschiedener Provenienz ihre Differenzen solidarisch diskutieren und sich auf gemeinsame Schritte gegen den Money-Trust aus Europäischer Zentralbank und Federal Reserve einigen, werden wir aus dem gegenwärtigen Schlamassel herauskommen und überhaupt das Tor zu den unterschiedlichen Alternativen aufstoßen können.

  • @ DanielWichtig

    Zitat : Sowas hat Schäuble nicht verdient.

    - ob er es verdient hat oder nicht, sei dahingestellt ! Es handelt sich ganz einfach UM FAKTEN !

    Und zum kotzen ist eigentlich ihr Beitrag......wo sind ihre Gegenargumente...?

    TROLL !

  • Das ist schon Dummheit die wehtut und nicht verwunderlich, wenn das Gesagte, in Zukunft ohne den IWF, von dem bezeichneten "Dummkopf" Schäuble abgesudelt wird. Es stellt sich hier die Frage: ist dieser Mann noch zurechnungsfähig? Und dieser hohe Herr möchte auch noch ohne Englisch-Dolmetcher seinen Mundstuhl artikulieren, wo er doch selbst mit seinem badisch-englischen Kauderwelch von deutschen Übersetzern für sein englisch Gebrauch machen muss.

  • Das was Sie hier auftischen empfinde ich als wiederwärtig und abstoßend. Nur Aggression und auf Äußerlichkeiten fokussiert, wo sind die Argumente ? Kotzen Sie sich doch bitte auf Ihrem Klo aus.
    Sowas hat Schäuble nicht verdient.

  • Die Geister die sie riefen... Merkel und Schäuble haben doch den IWF als quasi neutrale Instanz vorgeschoben, um den Griechen klar zu machen, dass es so nicht weiterghet. Der Ruf des harten Sanierers eilte ihm voraus. Das hat aber nicht funktioniert. Die Griechen machen weiter wie bisher. Also lasst GR doch endlich fallen. Der IWF ist wohl eher für die angelsächsische Einfluss-Sphäre geeignet.

  • Herr Schäuble ist doch schon lange nicht mehr glaubwürdig. Auch hier verschweigt er die Mehrbelastungen für den Bundesbürger. Die EU könne ihre Schuldenprobleme selbst stem-men. Dabei haben derzeit nicht einmal Bund und Länder der BRD ein paar Mrd. Rücklagen für Flutopfer und -schäden, wollen den Bürger zusätzlich abgreifen über Flut–Soli, Spenden und Nachtragshaushalte.

    Wenn die EU so potent ist, sollte der Bundesfinanzminister endlich Auskunft darüber geben, warum die Forderungen der Bundesbank aus dem „Target 2“ an die EZB in Höhe von 560 Mrd. Euro (lt. B.d.St. e.V.) nicht deutlich getilgt werden können. Diese Gelder, die aus dem inter-nationalen Zahlungsverkehr stammen, wurden 2006 durch einen gewissen Hern Steinbrück an die „bad bank“ EZB abgetreten. Der Bürger haftet für die Bankenkredite, mit denen in Griechenland oder Portugal Maschinen oder PKW`s gekauft werden. Nur Naive glauben noch an die Rückzahlung. Sprüche wie „die BRD profitiert von der EU“ sind angesichts solcher Zahlen blanker Hohn. Der „Haircut“ wird auch hier kommen.

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