Währungsfonds warnt: USA stößt Freitag an Schuldenlimit

Währungsfonds warnt
USA stößt Freitag an Schuldenlimit

Die Erinnerung an den „Shut down“ ist noch lebendig, doch der nächste Haushaltsstreit naht bereits: Am Freitag erreicht die USA die gesetzliche Schuldenobergrenze. Der Währungsfonds mahnt Washington zur raschen Anhebung.
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WashingtonAngesichts der bevorstehenden Frist für die Anhebung der gesetzlichen Schuldenobergrenze in den USA hat der Internationale Währungsfonds (IWF) die Verantwortlichen in Washington zum Handeln ermahnt.

„Es ist unerlässlich, durch das sofortige und dauerhafte Erhöhen des Schuldenlimits die Unsicherheit zu reduzieren“, sagte IWF-Sprecher Gerry Rice am Donnerstag. „Ein weiterer Vertrauensschock“ sei das letzte, was die US-Wirtschaft jetzt gebrauchen könne.

Die Vereinigten Staaten erreichen am Freitag ein weiteres mal die Schuldenobergrenze. Das US-Finanzministerium kündigte bereits „außergewöhnliche Maßnahmen“ an, um die Finanzierung der laufenden Regierungsgeschäfte garantieren und die Forderungen der Gläubiger erfüllen zu können. Bis Ende des Monats sei aber auch dieser Spielraum wohl erschöpft, hatte Finanzminister Jack Lew Anfang der Woche gewarnt. „Die Zeit drängt.“ Die Staatsverschuldung in den USA beträgt derzeit rund 17,3 Billionen Dollar (12,8 Billionen Euro).

Republikaner und Demokraten im Kongress haben sich in den vergangenen Jahren regelmäßig um die Erhöhung der Schuldenobergrenze gestritten. Zuletzt einigten sie sich nach wochenlanger Blockade im Oktober darauf, die Frist auf den 7. Februar zu verschieben. Mit dem Kompromiss wendete der Kongress im letzten Moment eine Zahlungsunfähigkeit der USA ab, die nach Ansicht von Experten katastrophale Folgen auf den weltweiten Finanzmärkten gehabt hätte.

Eine Wiederholung der Zitterpartie vom Herbst gilt aber als wenig wahrscheinlich. Die Republikaner hatten damals versucht, mit dem Konfrontationskurs bei den Staatsfinanzen Änderungen bei der umstrittenen Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama zu erzwingen.

Am Ende standen sie mit leeren Händen da und sackten in den Umfragen ab. Mit Blick auf die Kongresswahlen im November dürften die republikanischen Anführer in Repräsentantenhaus und Senat von einer erneuten Eskalation absehen. Der Dauerstreit um die Staatsfinanzen hatte sich zuletzt entspannt, als sich beide Lager auf einen Haushaltsrahmen bis 2015 verständigten.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Die 250 Millionen Amerikaner sind pro Nase mit etwa 44.000 Euro ( nicht USD ) verschuldet !!!! Wir , Deutschland , haben pro Nase 66.000 Euro Staatsschulden. Zum Vergleich: Griechenland hat etwa 32.000 Euro Staatsschulden pro Nase.
    Aber in der Politik kümmert das niemanden man zeigt lediglich mit dem Finger auf andere...... und 5,4 Billionen Staatsschulden heißen : 1200 Jahre Tilgungszeit und die kommenden 16 Generationen sind schon verschuldet. Ist das nicht toll ????

  • Wiedergutmachung für 100.000 nach dem WW2 vom deutschen Volk gestohlene Patente haben sie noch vergessen.
    Ohne die wäre die US-Wirtschaft doch schon seit 30 Jahren platt.

  • Sie haben noch 2 vergessen, im Dritten-Reich gab es meines Wissens auch noch eine Währungsreform, da eine Rücker zum Goldstandart der Kaiserzeit wegen Gold mangels nicht möglich war.
    Und natürlich fehlt auch noch die Vollrasur am 31.12.2001 mit der einführung des Euros und einem Wechselkurs von 1,95 zu 1 bei der Stärksten Volkswirtschaft der EU wäre umgekert eher ein Schuh draus geworden beser ein Umtausch 1 zu 10 das wäre wohl angemessen gewesen, wenn man sich die anderen Pleiteländer ansieht.

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