Währungskrise
Müssen wir den Euro wirklich retten?

Was wenn die Sparprogramme nicht wirken und die Schuldenländer ihre Rechnungen nicht zahlen können? Und wie sollte eine gemeinsame europäische Staatsanleihe helfen? Fünf Fragen und Antworten zur Zukunft des Euro.

1. Griechenland, Irland und vielleicht bald Portugal: Die Retterei nimmt kein Ende. Wie teuer kommt uns der Euro denn noch?

Es geht um gewaltige Beträge. Der europäische Rettungsfonds umfasst 440 Milliarden Euro, dazu kommen 60 Milliarden Euro aus dem Gemeinschaftshaushalt der EU und die Griechenlandhilfen in Höhe von 110 Milliarden Euro. Deutschland ist an diesen Töpfen mit insgesamt 182 Milliarden Euro beteiligt. Mit diesem Betrag steht der Steuerzahler also im Risiko - wenn alle Mittel abgerufen werden. Allein der deutsche Anteil an den Hilfsprogrammen in Griechenland und Irland summiert sich im Augenblick auf 33,1 Milliarden Euro. Davon wurden bislang 5,93 Milliarden ausbezahlt.

Und das ist noch nicht alles, denn die Europäische Zentralbank (EZB) kauft die Anleihen der Krisenstaaten auf. Bislang hat die Notenbank Papiere im Wert von 69 Milliarden Euro erworben - und ist damit ebenfalls im Risiko.

Das bedeutet aber nicht, dass die Rechnung am Ende so hoch ausfällt, wie diese Zahlen vermuten lassen könnten. Nach offizieller Lesart stecken die Peripherieländer in einer Liquiditätskrise - sie sehen sich mit einem vorübergehenden Finanzengpass konfrontiert, der mit Notkrediten überbrückt wird. Danach können sie zahlen. Wenn das stimmt, erhalten die Deutschen ihr Geld also zurück. Mit Zinsen.

Aber was, wenn die betroffenen Länder ihre Rechnungen nicht begleichen können, ganz egal, wie sehr sie sich anstrengen? Wenn die Wirtschaft nicht anspringt und die Sparprogramme nicht greifen? In diesem Fall wären sie insolvent - und das Geld wäre weg. Auch bei der Notenbank, die ja Anleihen der Staaten hält. Sie müsste dann von den Euro-Ländern, die es sich noch leisten könnten, mit frischem Kapital ausgestattet werden.

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