Währungstausch
Asiatische Allianz gegen den Dollar

Die Exportnationen China und Südkorea schmieden eine Allianz gegen den Dollar. Für den bilateralen Handel wollen sie künftig verstärkt auf ihre Währungen Yuan und Won zurückgreifen. Und das ist nur ein erster Schritt.
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SeoulDazu soll ein bereits beschlossener Währungstausch im Volumen von umgerechnet rund 45 Milliarden Euro genutzt werden, teilten Finanzministerium und Zentralbank am Dienstag in Seoul mit. Das Geld soll noch in diesem Monat an die Banken fließen. Diese wiederum stellen es Handelsfirmen zur Verfügung, damit diese ihre Rechnungen in den beiden Währungen begleichen können.

"Lokale Währungen werden seit dem Ende der weltweiten Finanzkrise 2008/09 verstärkt für die Abrechnung von Handelsgeschäften genutzt", sagte Euon Ho-sung von der Bank of Korea zu Reportern. "Wir beabsichtigen, ähnliche Vereinbarungen mit anderen Ländern zu treffen." Der Vereinbarung gingen zweijährige Verhandlungen voraus. Mit den Bemühungen Südkoreas, die starken Wechselkursschwankungen des Won einzudämmen, habe dies nichts zu tun.

Die deutschen Unternehmen rechnen bislang 67 Prozent ihrer Exporte außerhalb der EU in Euro, zu 24 Prozent in Dollar und nur zu neun Prozent in anderen Währungen ab. Sollten künftig verstärkt Yuan, Won und andere Währungen ins Spiel kommen, werde es komplizierter, fürchtete der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK). "Für Unternehmen, die mit China und Korea Geschäfte machen, ist das sicher eine Herausforderung", sagte DIHK-Außenhandelsexperte Ilja Nothnagel. "Allerdings sind sie es auch gewohnt, mit Wechselkursschwankungen zurechtzukommen."

Die Zusammenarbeit von China und Korea sei Zeichen einer stärkeren Integration in Südostasien. "Das kann stabilisierend wirken auf die Region, wovon letztlich auch unsere Unternehmen profitieren würden."

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Yuan ist nicht völlig frei handelbar

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  • china druckt seinem sklavenvolk doch selbst die rmb wie es lustig ist. Die ausländischen Währungen bunkert sich die Regierung und geht international einkaufen. Das Geld das sie ausgeben ist geklaut, deren Strategie kein bischen besser als die der USA. Chinas Immobilienblasse ist 1000 mal grösser als in den USA. Ich hoffe das diese beiden kranken Nationen sich bald gegenseitig auslöschen. Dann gibt es wieder Arbeitsplätze und stabilen Handel. China muss untergehen mit dem ganzen Dumpingmist.

  • Genau dahin wird die Tendenz gehen. Asiatische Länder nehmen den Dollar in geringeren Mengen an als sie ihn aus ihrem Vermögen heraus gen Westen bringen. Erst wenn sie ihre Vermögensbestände abgebaut haben besteht Grund zur Sorge, daß er massiv an Wert verlieren wird. Das was im Artikel beschrieben wird ist die Methodik eine weitere endlose Erhöhung der Bestände zu vermeiden. Der Zwang den Dollar verwenden zu müssen basierte nur auf der militärischen Macht der USA. Öl, Gold, Warenbörsen. Durch all das bekam der Dollar seinen Wert, nicht durch die Wirtschaftsleistung des Landes. Die Geldschöpfung hatte beim Dollar nichts mit Wertschöpfung in den USA zu tun. Deswegen die Verschuldung. Schulden über Schulden, kaum Wertschöpfung und doch keine Inflation. Wir sehen hier den Nachweis dafür daß die amerikanische Dominanz, die seit dem zweiten Weltkrieg herrscht, sich ihrem Ende nähert.


  • Nur ein Druckmittel, damit die hardcore-Republikaner mal aufwachen und Steuererhöhungen zustimmen. China säuft doch mit all den Asiaten ab, sollten US-Anleihen schwächeln.

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