Währungsunion
EU-Arbeitgeberverband erwartet geringeres Wachstum

Der europäische Arbeitgeberverband Businesseurope hat seine Konjunkturprognose für das laufende Jahr nach unten korrigiert. In seiner am Donnerstag veröffentlichten Frühjahrsschätzung geht der Verband von einem Wachstum von 1,7 Prozent in der Eurozone und von zwei Prozent in der gesamten EU aus.

BRÜSSEL. Beide Prognosen wurden gegenüber November um 0,4 Prozentpunkte gesenkt. Trotz Finanzmarktkrise und Euro-Höhenflug zeigte sich der Verband aber vorsichtig optimistisch.

Die verbesserte Lage auf dem Arbeitsmarkt, die hohen Unternehmensgewinne im vergangenen Jahr und die verglichen mit den USA hohe Sparquote der europäischen Privathaushalte stärkten die Widerstandskraft der hiesigen Wirtschaft, erklärte Businesseurope. Zugleich warnte Generalsekretär Philippe de Buck vor deutlichen Lohnerhöhungen: „Deutschland ist da kein Maßstab“, sagte er mit Blick auf die jüngsten Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst und in der Chemiebranche. Andere Länder seien „weniger wettbewerbsfähig“.

Besorgt zeigte sich De Buck auch über die hohen Öl- und Energiepreise: „Für unsere Mitglieder ist das die Hauptsorge, einerseits weil sie die hohen Preise direkt treffen, andererseits, weil diese die Inflationsrisiken verstärken“, sagte De Buck. Auch sei man „alarmiert“ über den starken Euro.

Businesseurope ist ein Zusammenschluss von Arbeitgebervereinigungen aus ganz Europa, darunter der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA).

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