Warnung vor Eingriffen in den Preis- und Zinsmarkt
Greenspan will Steuernachlässe gegen Immobilienkrise

Der frühere amerikanische Notenbankchef Alan Greenspan hat sich in einem Interview des Fernsehsenders ABC für staatliche Hilfen für Hausbesitzer ausgesprochen, die von der Immobilienkrise betroffen sind. Mit Geldspritzen könnte der Abschwung auf dem Immobilienmarkt aufgefangen werden.

HB WASHINGTON Greenspan, der 18 Jahre die US-Notenbank leitete, warnte davor, die Krise mit Eingriffen in den Preis- und Zinsmarkt lösen zu wollen. „Es ist bei weitem weniger schädlich für die Wirtschaft, ein kurzfristiges fiskalisches Problem in Kauf zu nehmen als zu versuchen, die Preise für Häuser und Zinsen festzulegen“, sagte er. „Wenn man das macht, wird sich dieser Prozess endlos hinziehen“, merkte Greenspan an.

Die US-Notenbank forderte er auf, die sich abzeichnende Zunahme der Inflationsrate zu unterdrücken. Die entscheidende Lektion der Wirtschaft an die Politik aus den vergangenen 20 Jahren sei, dass für nachhaltiges Wirtschaftswachstum die Inflation unter Kontrolle gehalten werden müsse. Die Wahrscheinlichkeit einer US-Rezession bezifferte der ehemalige Notenbankchef im Weiteren auf nahe 50 Prozent.

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