Warnung vor Rabattschlachten
Einzelhandel hofft auf Frühling

Nach dem schwachen Weihnachtsgeschäft keimt im deutschen Einzelhandel wieder Hoffnung auf anziehende Umsätze. Trotz erster Frühlingsanzeichen sei aber unsicher, ob die zarten Wachstumskräfte wirklich aufblühen werden, teilte der Handelsverband BAG am Mittwoch in Berlin mit.

HB BERLIN. Nach einem Umsatzminus von rund einem Prozent im vergangenen Jahr erwarte die Branche 2004 nominal ein Plus von 0,5 % und um Inflationseffekte bereinigt ein stabiles Geschäft. Für März zeichneten sich positive Umsatzergebnisse ab. Dennoch drohe in diesem Jahr nochmals der Verlust von rund 30 000 Arbeitsplätzen. Im Handel arbeiten rund 2,8 Mill. Menschen.

BAG-Präsident Walter Deuss warnte vor weiteren Rabattschlachten, die vor allem für mittlere und kleine Häuser ruinös seien und sich zunehmend auch auf Markenartikel erstreckten. Eine nachhaltige Kundenbindung sei damit kaum zu erreichen. „Die Erfahrung zeigt, dass die Kunden ohne Umschweife zu einem anderen Anbieter wechseln, wenn sie dort dieselbe Ware günstiger erhalten.“ Problematisch sei auch, das trotz leer stehender Läden auch in besten Lagen nach wie vor neue Verkaufsflächen eröffnet werden. Im vergangenen Jahr sei die Fläche nochmals um eine Million Quadratmeter auf 111 Mill. Quadratmeter gestiegen.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels (BAG) vertritt nach eigenen Angaben 5000 Einzelhändler, vor allem Kauf- und Warenhäuser sowie Fachgeschäfte.

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