Warten auf den Aufschwung
Umsätze im Einzelhandel weiter schwach

Der deutsche Einzelhandel musste im Mai erneut Umsatzeinbußen hinnehmen. Die Umsätze sanken im Vergleich zum Vorjahresmonat real um 5,2 % und nominal um 4,8 %, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag aus vorläufigen Daten errechnete.

HB WIESBADEN. „Allerdings hatte der Mai 2004 mit 23 Verkaufstagen auch zwei Verkaufstage weniger als der Mai 2003“, erklärten die Statistiker. Auch im Vergleich zum April gingen die Umsätze der Branche nach Herausrechnen von Preisveränderungen (real) saison- und kalenderbereinigt um 1,7 % und nominal um 1,5 % zurück, teilte das Statistische Bundesamt weiter mit. Die realen April-Umsätze revidierten die Statistiker nach unten auf nur noch plus 0,2 % zum Vormonat.

In den ersten fünf Monaten des Jahres 2004 wurde im Einzelhandel damit real 1,8 % und nominal 2,0 % weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum umgesetzt. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Rückgang der Einzelhandelsumsätze im Mai um 0,3 % zum Vormonat gerechnet. Allerdings hatten einige Volkswirte bereits am Mittwoch den Umsatzeinbruch des Großhandels im Mai als Warnsignal auch für den Einzelhandel bezeichnet.

Der Einzelhandel leidet seit langem unter der starken Kaufzurückhaltung der Deutschen. Nach zwei Jahren mit Umsatzrückgängen setzen Branchenverbände darauf, dass in diesem Jahr im Zuge einer allmählichen Konjunkturbelebung auch die Einzelhändler wieder mehr verkaufen können und unter dem Strich für das Gesamtjahr ein kleines Umsatzplus übrig bleibt.

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