Wegen hoher Arbeitslosigkeit US-Haushaltsamt erhöht Defizit-Prognosen

Die Arbeitslosigkeit und das zögerliche Wirtschaftswachstum belasten künftig das US-Budgetdefizit stärker als erwartet. Die neuen Prognosen stellen den US-Haushalt langfristig vor große Herausforderungen.
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Eine Frau wird in einem Job-Center in New York beraten. Sollten die neuen Prognosen stimmen, würde das Defizit bis 2023 insgesamt eine Billion Dollar höher ausfallen als bislang angenommen. Quelle: dpa

Eine Frau wird in einem Job-Center in New York beraten. Sollten die neuen Prognosen stimmen, würde das Defizit bis 2023 insgesamt eine Billion Dollar höher ausfallen als bislang angenommen.

(Foto: dpa)

WashingtonEin zögerliches Wirtschaftswachstum und die hohe Arbeitslosigkeit werden das US-Budgetdefizit nach Einschätzung des Kongresses deutlich stärker als bislang erwartet belasten. Das überparteiliche Haushaltsamt senkte zwar am Dienstag seine Prognose für das Defizit im laufenden Haushaltsjahr auf 514 Milliarden Dollar von zuvor 560 Milliarden Dollar. 2015 werde der Fehlbetrag dann jedoch nur auf 478 Milliarden Dollar sinken und damit 100 Milliarden Dollar höher ausfallen als bislang angenommen. Danach werde das Minus wieder stetig ansteigen. Ein Grund für den skeptischeren Ausblick ist die Annahme, dass die US-Wirtschaft 2015 und 2016 jeweils um 3,4 Prozent zulegen wird und damit einen Prozentpunkt weniger als bislang veranschlagt.

Der Bericht könnte zwar etwas Druck vom Kongress nehmen, das Defizit umgehend zu drosseln. Gleichzeitig unterstreichen die neuen Prognosen die langfristigen Herausforderungen für den US-Haushalt. Diese entstehen vor allem durch die Pensionierung zahlreicher Menschen aus der Generation der Baby-Boomer sowie der chronisch niedrigen Beschäftigungsquote in den USA. Die neuen Prognosen des Haushaltsamts würden bedeuten, dass das Defizit bis 2023 insgesamt eine Billion Dollar höher ausfällt als bislang angenommen.

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