Wegen Schuldenkrise
Bundesbank schüttet weniger Gewinn aus

Die Schuldenkrise hat auch für die Bundesbank ernste Konsequenzen. Präsident Jens Weidmann kündigt eine geringere Gewinnausschüttung an und kritisiert die EZB-Politik in Sachen Staatsanleihen in aller Deutlichkeit.
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BerlinDer Bundeshaushalt bekommt wegen der Euro-Krise in diesem Jahr deutlich weniger Geld von der Bundesbank überwiesen bekommen. „Die Gewinnausschüttung wird deutlich geringer ausfallen als im vergangenen Jahr“, sagte Bundesbank-Präsident Jens Weidmann dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“.

Grund seien die Risiken, die die Europäische Zentralbank (EZB) in der Schuldenkrise eingegangen sei. Daher müssten die Rückstellungen der Bank aufgestockt werden. 2010 hat die Bundesbank 2,2 Milliarden Euro erwirtschaftet und 1,6 Milliarden Euro für Risiken zurückgestellt.

Weidmann sagte, es sei keineswegs sicher, dass mit Anleihen aus Krisenstaaten wie Griechenland, die unter dem Rückzahlungskurs angekauft wurden, ein Plus zu machen sei. Die Debatte über das Weitergeben möglicher Gewinne an die Staaten sei eine Milchmädchen-Rechnung: „Die Risiken in den Bilanzen der Notenbanken haben tendenziell zugenommen. Und das betrifft nicht nur die Griechenland-Anleihen, sondern die ganzen geldpolitischen Sondermaßnahmen im Zuge der Krise.“

Weidmann gilt innerhalb der EZB als einer der schärfsten Kritiker des Ankaufs von Staatsanleihen von Schuldenstaaten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Wegen Schuldenkrise: Bundesbank schüttet weniger Gewinn aus"

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  • Die anteiligen Risiken der EZB bzw. die Risiken der Deutschen Bundesbank sind um ein Vielfaches höher als die Rückstellungen dafür.

    Wenn das Finanzabenteuer der PIIGS - Rettungen schief geht, sind die dafür gebildeten Mittel nur ein Tropfen auf einen heißen Stein.

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