Weiter auf Kurs
Irland erfüllt Troika-Vorgaben

Irland steuert mit großen Schritten auf die Unabhängigkeit von internationalen Hilfen zu. Die Regierung in Dublin hat die Vorgaben ihrer Geldgeber neu erfüllt. Das Land hofft wie geplant den Rettungsschirm zu verlassen.
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DublinWährend Griechenland noch um einen Ausweg aus der der tiefen Wirtschaftskrise ringt, steuert Irland mit großen Schritten auf die Unabhängigkeit von internationalen Hilfen zu. Trotz Rezession und anhaltender Ungewissheit über die Zukunft der Bankenbranche des Landes hat die Regierung in Dublin die Vorgaben ihrer Geldgeber erneut erfüllt. "Wir erreichen weiter unsere Ziele", erklärte das irische Finanzministerium am Donnerstag. Mit dem Abschluss der vorletzten Überprüfung kann das Euro-Land darauf hoffen, wie geplant Ende des Jahres den Euro-Rettungsschirm verlassen. Für die Währungsgemeinschaft wäre dies ein willkommener Erfolg des nicht zuletzt in Griechenland so umstrittenen Sparkurses als Bedingung für Milliardenhilfen.

Irland musste im November 2010 als zweiter Euro-Staat nach Griechenland mit Hilfsgeldern seiner Partner vor der Pleite gerettet werden. Das Platzen einer Immobilienblase hatte tiefe Löcher in die Kapitaldecken irischer Banken gerissen und das gesamte Finanzsystem des einstigen EU-Boomlandes in den Abgrund gestürzt. Irland erklärte sich bereit, seine Geldinstitute einer umfangreichen Überprüfung zu unterziehen. So sollen die internationalen Geldgeber davon überzeugt werden, dass die ursächlichen Probleme der Krise inzwischen gelöst sind.

Der für Irland zuständige IWF-Vertreter Craig Beaumont sagte, die Untersuchung würde zwar nicht zeigen, wie viel Kapital die Banken noch brauchen. Sie lege aber offen, ob die Institute die faulen Kredite in ihren Büchern in den Griff bekommen haben. Die Regierung will in etwa sechs Monaten ohne Hilfsgelder auskommen und sich am Kapitalmarkt finanzieren.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Weiter auf Kurs: Irland erfüllt Troika-Vorgaben"

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  • Rene:
    Sie haben recht. Wenn Deutschland in der Not Hilfe brauchen würde, dann kommt von all diesen Europäern nicht, gar nichts. Deutschland braucht man nur, um es auszumelken, zu Lasten der deutschen Bürger. Darum müssen die verlogenen Altparteien im September massiv abgestraft werden. Es gibt gute Alternativen, wirklich gute. Ein paar Stichworte reichen schon aus, um den Altparteien den Rücken zu kehren: Schuldenvergemeinschaftung in der EU; unbezahlbare Strompreise; Duldung der schwersten Spionage; Rentenbetrug der Westrentner; massive Entwertungen der Sparrücklagen, privaten Rentenvorsorgen und Lebensversicherungen. Nur Murks hoch drei! Darum muss man die Alternative suchen. Ein Neuanfang muss her.

  • Wer hat eigentlich diese Troika gewählt??? Und wer kontrolliert sie auf ihre Redlichkeit??? In dieser verlogenen Euro- und EU-Zone traue ich keinem mehr über den Weg, schon gar nicht Merkel und Schäuble, die alle roten Linien überschritten und europäisches Recht gebrochen haben. Das alles passiert ohne Bürgerwillen. Allen Altparteien muss im September die rote Karte gezeigt werden. Es gibt gute Alternativen, um die Blockparteien zu schwächen.

  • Auch mit ausgelagerten shitpapieren lässt sich Staat machen. Bringen wir griechische Staatschulden einfach auf Athos unter und weg sind sie. Verstecken sie hinter IWF Ikonen.

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