Weiter Dilemma im Osten
Arbeitslosigkeit geht leicht zurück

Die Arbeitslosigkeit ging im März wie erwartet leicht zurück - wegen des kalten Wetters jedoch weniger als sonst im Frühling. Die Unternehmen boten acht Prozent weniger Lehrstellen an.

HB DÜSSELDORF. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) ist die Zahl der Arbeitslosen im März lediglich um 41 000 auf 5 176 000 und damit nur knapp unter den Nachkriegsrekord vom vergangenen Monat gesunken. Zugleich sind dies 628 000 mehr Erwerbslose als vor einem Jahr. Der Frühjahrsaufschwung sei im März deutlich geringer ausgefallen als in den Vorjahren, räumte BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise am Donnerstag in Nürnberg ein.

Auch die Lage am Ausbildungsstellenmarkt bleibt in diesem Jahr angespannt. Die Zahl der bis Ende März gemeldeten Ausbildungsplätze ging nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent auf 339 000 zurück. Die Zahl der registrierten Bewerber verringerte sich dagegen nur um ein Prozent auf 532 000, berichtete die BA am Donnerstag in Nürnberg. Im März standen 330 000 noch nicht vermittelten Bewerbern 171 000 freie Ausbildungsstellen gegenüber. Die rechnerische Differenz war mit knapp 160 000 um rund 8000 geringer als vor einem Jahr.

Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) sah hingegen eine Trendwende auf dem Arbeitsmarkt. „Der Trend dreht sich jetzt“, sagte er in Berlin. Noch in diesem Jahr werde die Zahl der Arbeitslosen unter die Fünf-Millionen-Marke fallen, zeigte sich der Minister überzeugt. „Die Reformen wirken.“ BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt rechnet spätestens im Mai mit dem Unterschreiten der psychologisch wichtigen Fünf-Millionen-Marke.

BA-Chef Weise machte für den schwachen Frühjahrsaufschwung hauptsächlich den lang anhaltenden Winter verantwortlich. Dadurch habe sich der jahreszeitlich übliche Abbau der Arbeitslosigkeit verzögert. Zudem seien die Arbeitslosenzahlen aus statistischen Gründen erstmals schon am 17. März erfasst worden. So habe nur ein Teil des im März üblichen Saisoneffekts in den Statistiken abgebildet werden können, erläuterte Alt ergänzend. „Normal hätten wir im März einen saisonalen Rückgang von 130 000 Arbeitslosen. Durch den frühen Erfassungstermin sind davon nur rund 80 000 in unsere Statistik eingegangen.“

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