Weitergabe an Verbraucher erwartet
Teuerung im Großhandel nahe 26-Jahres-Hoch

Die Teuerung im Großhandel bleibt kräftig. Erneut verteuerten sich viele Nahrungsmittel überdurchschnittlich stark. Die kräftigen Preiserhöhungen dürften auch die Verbraucher zu spüren bekommen.

HB BERLIN. Im April zogen die Preise überraschend stark um 6,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat an, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Die Teuerungsrate lag damit nur leicht unter dem im März erreichten 26-Jahres-Hoch von 7,1 Prozent. Erneut verteuerten sich viele Nahrungsmittel überdurchschnittlich stark. Getreide, Saaten und Futtermittel kosteten 46,2 Prozent mehr. Milch, Milchprodukte, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette waren 21,5 Prozent teurer.

Die kräftigen Preiserhöhungen schlagen in der Regel mit Verzögerung auf den Einzelhandel durch. Der Großhandelsverband BGA und der Einzelhandelsverband HDE rechnen wegen des starken Konkurrenzdrucks aber nicht damit, dass die höheren Preise in gleichem Umfang auf die Endverbraucher umgewälzt werden.

Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Großhandelspreise um 0,6 Prozent und damit deutlich schwächer als im März mit 1,6 Prozent. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Anstieg um 6,6 Prozent zum Vorjahr gerechnet und ein Plus von 0,3 Prozent zum Vormonat erwartet.

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