Welt-Investitionsbericht
Ausländische Unternehmen meiden Deutschland

Deutsche Unternehmer setzten wieder mehr Kapital im Ausland ein. Die Bundesrepublik zählt dagegen nicht mehr zur Top-Gruppe der attraktivsten Investitionsziele. Entwicklungsländer sind auf dem Vormarsch.
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GenfDie Investitionen ausländischer Unternehmen in Deutschland sind 2012 drastisch gesunken. Deutsche Firmen setzten dagegen mehr Kapital im Ausland ein als im Vorjahr. Das attraktivste Land für internationale Unternehmen und zugleich Weltmeister bei Auslandsinvestitionen bleiben die USA. Das geht aus dem am Mittwoch in Genf veröffentlichten Weltinvestitionsbericht 2013 der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD) hervor. Zum ersten Mal verbuchten Entwicklungsländer mehr Direktinvestitionen als die Industriestaaten.

Weltweit gingen die Direktinvestitionen 2012 gegenüber dem Vorjahr um 18 Prozent auf 1,35 Billionen Dollar zurück und sanken damit erneut unter das durchschnittliche Jahresniveau vor der Finanzkrise 2007 (1,49 Billionen). Dies zeige, dass die Konjunkturerholung länger brauche als erhofft. Die Gründe seien vor allem anhaltende wirtschaftliche Schwächen und politische Unsicherheiten in vielen Teilen der Welt. Unter anderem verunsichere der US-Haushaltsstreit Investoren.

Zum ersten Mal seit Jahren ist die Bundesrepublik nicht mehr in der Gruppe der 20 attraktivsten Standorte für ausländische Direktinvestitionen vertreten. Die Kapitalzuflüsse nach Deutschland brachen den Angaben zufolge von 49 Milliarden Dollar auf nur noch 6,5 Milliarden Dollar ein, was lediglich Rang 39 in der Weltliste bedeutet.

„Der Rückgang ist drastisch, aber kein Grund zur Panik“, sagte der Leiter der zuständigen UNCTAD-Abteilung, Jörg Weber, der Nachrichtenagentur dpa. Ursache seien Sondereinflüsse. So hätten 2012 mehrere ausländische Tochterunternehmen in Deutschland ihren Muttergesellschaft geliehene Gelder zurückgezahlt. Das verringere unterm Strich die Summe der Kapitalzuflüsse.

Angeführt wird die Statistik erneut von den USA, gefolgt von China. Unter den europäischen Ländern verbuchten Luxemburg, Spanien, Frankreich und Schweden mehr ausländische Investitionen als die Bundesrepublik.

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Bei Auslandsinvestitionen auf Platz sechs geklettert

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  • Steuern und Abgaben sind mit Sicherheit nicht zu hoch. Jedenfalls nicht für Unternehmer und Unternehmen.
    Die ganzen Lasten tragen die Bürger. Da liegt das Problem, die Nachfrage ist zu gering. Produziert wird nahe beim Kunden!

  • Genau. Es wird dort produziert, wo Nachfrage besteht. Und bei unseren Dumpinglöhnen ist kaum Nachfrage zu erwarten. Dafür sind unsere Reichen besonders reich,

  • Das ist das Beste, was uns passieren konnte. Endlich mehr Arbeitsplätze im Ausland. Weniger Einwanderer und endlich mehr Handelspartner. So funktionier Europa.

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