Weltbank-Studie: In neuen EU-Mitgliedsstaaten verbessern sich Standortbedingungen deutlich
Osteuropa reformiert besonders mutig

Osteuropa und Zentralasien sind die reformeifrigsten Regionen der Welt. Zu diesem Ergebnis kommt die Weltbank in ihrer aktuellen Studie „Doing Business in 2006“.

DÜSSELDORF. Jedes Land in diesen Gebieten sei im vergangenen Jahr mindestens einen Schritt voran gekommen, um die Rahmenbedingungen für Unternehmer vor Ort zu verbessern, heißt es zur Begründung.

In der umfassenden Benchmark-Studie hat die Weltbank die regulatorischen Rahmenbedingungen in 155 Ländern, von Afghanistan bis Zimbabwe, miteinander verglichen. Zehn wirtschaftsrelevante Politikfelder – darunter das Unternehmensteuersystem, die Rechtssicherheit und der Zugang zu Krediten – haben sie in dem Report das dritte Jahr in Folge untersucht.

Das erfolgreiche Abschneiden der osteuropäischen Staaten kommt nicht ganz überraschend: Die Slowakei kann sich bereits mit dem Titel „Top-Reformer 2003“ schmücken. Mit Rumänien, Lettland und erneut der Slowakei zählen im Jahr 2004 aus Sicht der Weltbank drei osteuropäische Länder zu den zwölf besten Reformern der Welt. Alle drei haben die Unternehmensgründungen vereinfacht. Die wiederholt guten Ergebnisse der osteuropäischen Länder begründet die Weltbank mit der Integration der Staaten in die Europäische Union.

In der aktuellen Studie heben die Autoren Serbien-Montenegro hervor. Acht von zehn Reformen, die aus Sicht der Autoren am drängendsten sind, habe das kleine Land im vergangenen Jahr in Angriff genommen. Die Zeit, um ein Unternehmen zu gründen, sei beispielsweise von 51 auf 15 Tage verkürzt worden. Ein neues Arbeitsmarktgesetz mache es Unternehmern einfacher, Arbeitnehmer einzustellen – vor allem durch die Akzeptanz von Zeitverträgen. Die steigende Zahl der Firmengründungen hat offenbar noch einen weiteren Grund, analysieren die Autoren: Unternehmer können sich online im Internet registrieren lassen. Insgesamt sei durch dieses Maßnahmenbündel die Zahl der registrierten Firmen 2004 im Vorjahresvergleich um 42 Prozent gesteigert worden, lobt die Weltbank.

Seite 1:

Osteuropa reformiert besonders mutig

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%